"Captain Marvel" kämpft möglicherweise ausschließlich für "Disney+"

Screenshot disneyplus.com

Wirklich wissen werden wir es wohl erst ab dem 11. April. Oder vielleicht auch noch später. Immer, wenn "The Walt Disney Company" Quartalsergebnisse vorlegt, wird Konzernchef Bob Iger natürlich jetzt von den Analysten nach dem neue Streamingdienst aus Entenhausen befragt. Und immer verweist er auf den 11. April- da wird das neue Wunder erstmals den Investoren gezeigt. Aber so ein oder zwei Info-Häppchen gibt es dann doch.

Und das war in dieser Woche besonders interessant: "Captain Marvel", die neue "Wonder Woman" aus dem Marvel-Universum, soll nur für Disneys neue Plattform um Zuschauer kämpfen. Nachdem die Kinokassen weltweit geklingelt haben, natürlich. Trotzdem ist das ein Zeichen für einen kommenden, ganz neuen Markt. Das klingt nicht nur danach, dass Netflix den Blockbuster nicht bekommt.

Normalerweise würde die neue Superheldin im frühen Sommer auf vielen Plattformen im Verkauf und Verleih starten, denn in die Kinos geht "Captain Marvel" schließlich im März. Wir müssen uns vielleicht daran gewöhnen, dass nicht nur "Netflix-Filme" außerhalb des Abonnements schwer zu finden sind. Dass Blockbuster, die Kunden gewinnen können, zukünftig unter Ausschluss der nicht abonnierenden Öffentlichkeit weggesperrt sind.

Noch steht nicht einmal fest, ob und wann "Disney+" auch bei uns in Europa startet. Kann also gut sein, dass die Blondine trotzdem auf Google Play oder Amazon fliegt. Aber selbst dann, wenn es erst einmal nur in den USA anders wird, zeigt das doch, wie wichtig der Kampf um die Streaming-Plattformen wird. Denn durch diese Entscheidung verliert Disney viel Geld.

Das werden sie dann als "Investment" bezeichnen. Und Disney kann es sich auch problemlos leisten. Kein StarWars, keine Avengers irgendwann mehr ohne Micky Maus-Abo? Oh je.

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