"Homecoming": Julia Roberts wird für Amazons Prime Video zum Serien-Star

"Homecoming": Julia Roberts in Serie bei Prime Video. Foto: Amazon / Tod Campbell

Egal, was sie auch macht- sie wird auf ewig die "Pretty Woman" bleiben. Obwohl sie die immer gleiche Geschichte vom "Aschenputtel" und dem Prinzen Jahre später feministisch korrekt mit Hugh Grant unter umgedrehten Vorzeichen und mindestens genauso erfolgreich in "Notting Hill" noch einmal gespielt hat.

Julia Roberts ist ein Hollywoodstar der absolut obersten Kategorie. Der Kategorie, die man früher niemals in diesem "Fernsehen" sah- es sei denn, sie schritten über irgendwelche roten Teppiche in Kino-Paläste oder eben diese Kino-Paläste hatten ihre Werke nach möglichst mehrjähriger Laufzeit für die Verwertung auf dem minderwertigen Wühltisch der Bewegtbilder freigegeben.

Heutzutage ist es fast schon normal, dass die Oscar-Preisträgerin nun die Hauptrolle in einer "Fernsehserie" spielt- Julia Roberts kommt im Herbst mit "Homecoming" noch nicht unbedingt "Home", aber zu Amazons Prime Video. Und jetzt sparen wir uns die Diskussion, ob dieses "Streaming" denn überhaupt noch "Fernsehen" ist. Die Generation, die Julia Roberts in "Pretty Woman" aus dem Kino kennt, die guckt Prime Video jedenfalls vorzugsweise auf diesem Gerät.

"Homecoming" dreht sich um die Erlebnisse von Heidi Bergman- die ist Sachbearbeiterin im "Homecoming Transitional Support Center", einer Einrichtung, die Soldaten dabei hilft, wieder ins zivile Leben zurückzufinden. Dort trifft sie auf Walter Cruz, einen Soldaten, der in eine neue Phase seines Lebens starten will. Colin Belfast ist dabei Heidis Vorgesetzter und für die Einrichtung verantwortlich. Doch die manischen Eigenarten des ehrgeizigen Unternehmers lassen fragwürdige Motive vermuten.

Vier Jahre später hat Heidi ein neues Leben begonnen. Sie lebt bei ihrer Mutter und arbeitet als Kellnerin in einer Kleinstadt. Dann besucht sie ein Prüfer des Verteidigungsministeriums und will wissen, warum sie die Homecoming-Einrichtung verlassen hat. Heidi beginnt zu begreifen, dass hinter ihren Erlebnissen mehr verborgen ist, als sie dachte...

Ihre Mutter wird übrigens von Sissy Spacek gespielt. Ja, "Carrie - Des Satans jüngste Tochter", also auch großes Hollywood. Aber die ist schon seit längerem ins Streaming-Zeitalter aufgebrochen.

Was soll aus Hollywood werden, wenn die großen Streaming-Anbieter nach den "Men in Black" den Kino-Palästen nun auch noch die pretty woman wegnehmen? Egal. Achtet mal auf den jungen Mann beim Gitarren-Solo, der kommt bestimmt nochmal ganz groß raus:

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