"Good Omens" für Amazon? San Diego Comic-Con (2)

Foto: Amazon

Amazon ist zwar mit Prime Video immer noch in einer Art "Programm-Selbstfindungsphase", so wie im Vergleich zu Netflix hier schon beschrieben. Es braucht eben eine gewisse Zeit, bis nach der "Kurskorrektur von oben" und dem Chef-Wechsel in den Amazon Studios der neue Kurs zum Zuschauer wirklich anliegt.

Die Comic-Con in San Diego war für Amazon Prime Video wohl deshalb die richtige Gelegenheit für eine große Programm-Präsentation vor den Fans. Und die Gelegenheit wurde genutzt. Allerdings gab es vielleicht nicht die Antworten, die die Comic Con-Fans wohl am meisten von Amazon erwarten. Also zum Beispiel, wie das mit der "Herr der Ringe"-Serie wird. Oder den großen Science Fiction-Plänen. Statt dessen bot man dem Publikum interessanterweise eine eindrucksvolle Präsentation, die so aussah, als sei Roy Price immer noch da. Die notwendigen Vorlaufzeiten, bis eine aufwendige Serie den Bildschirm erreicht, werden von uns Fans wohl stets und stets stark unterschätzt.

"Tom Clancy's Jack Ryan" ist das nächste große und aufwendige Amazon-Original- die Serie startet Ende August. Einen neuen Trailer gab es zur Comic-Con nicht. Dafür aber die Nachricht, dass in der schon beschlossenen Staffel zwei mit Noomi Rapace großes Hollywood den Serien-Cast weiter verstärken wird. Und für die Besucher der Comic-Con hatte Amazon die Möglichkeit für eine eigene Virtual Reality-Erfahrung als Held mit dabei:



"Großes Hollywood"- das scheint generell ein neues Kennzeichen für Amazon-Serien zu sein. Julia Roberts startet im November ihr "Homecoming" bei Prime Video (deutsch synchronisiert leider erst 2019) und für dieses ebenfalls sicher ziemlich große Projekt war einen neuen Teaser fertig:



Auch die Macher von "Lore" hatten was fürs Auge dabei:



Das "Expanse"-Team bedankte sich artig, dass es bei Amazon noch weiter hinaus ins All geht. Aber erst einmal wohl nur in den USA. Könnte es tatsächlich sein, dass bei uns bald eine Amazon-Serie bei Netflix läuft?



Und einer durfte natürlich auch auf keine Fall fehlen- "The Tick":



An einem weiteren hoch gehandelten Prime Video-Projekt habe ich allerdings große Zweifel. Allerdings ist es die BBC, die "Good Omens" für Amazon produziert. Und mit Ex-"Dr. Who" David Tennant und Michael Sheen ist zwar nicht unbedingt großes Hollywood, aber ganz großes Briten-Kino dabei. Dazu wird Oscar-Gewinnerin Frances McDormand die "Stimme Gottes" sein...

Denn, anders als es der Serien-Titel verspricht: Das Ende der Welt naht in "Good Omens". Genauer gesagt: Ein pingeliger Engel und ein schnelllebiger Dämon, die sich nur allzu sehr an den Lebensstil auf der Erde gewöhnt haben, müssen sich zusammentun, um den Weltuntergang zu stoppen. Aber sie haben den Antichristen verloren, einen 11-jährigen Jungen der nicht den blassesten Schimmer hat, dass er das Ende der Welt herbeiführt. Die ungewöhnliche Allianz ist gezwungen, in ein gemeinsames Abenteuer zu starten, um den Jungen zu finden und damit die Welt zu retten, bevor es zu spät ist.

Das kommt einem irgendwie bekannt vor? Tja. Es handelt sich um eine weitere Adaption eines Romans von Terry Pratchett und Neil Gaiman. Neil Gaiman lieferte auch die Romanvorlage für die "American Gods", die schon bei Amazon sind. Und die sind zwar ganz nett anzusehen- im Grunde aber zumindest in ihrer ersten Staffel substanzloser Stuss.

Die Briten liefern aber eigentlich doch immer Qualität. Also: Keine Vorurteile- wir werden es sehen:



Den ersten Teil der Comic Con-Nachlese findet ihr hier.

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