Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im August

"Pixels" Foto: Amazon

Seit heute sind die "Pixels" bei Amazon "Prime". Okay, das ist jetzt keine Filmkunst. Typisch Adam Sandler- also mein Geschmack eher nicht. Aber "Pixels" ist so herrlich trashig. Nervig. Ziemlich übertrieben. Passt irgendwie zu diesem Sommer. Aber diese Dame mit den zwei Schwertern hätte mir im einschlägigen Alter (13-14?) auch gut gefallen. Und ab morgen ist zum Glück ja August.

Vielleicht zum Ausgleich für die noch-Juli-Pixels ist das Prime-Filmprogramm im normalerweise zweiten, in diesem Jahr gefühlt vierten Hochsommer-Monat eher Filmkunst-lastig. "On the Milky Road" zum Beispiel ist das aktuelle Werk von Emir Kusturica. Für alle die, die jetzt mit "Emir was?" reagieren, wird das auf jeden Fall schwierig. "Loving Vincent" ist nicht in Cinemascope, sondern der erste Film der Welt in Öl. Bild für Bild der von Schauspielern dargestellten Geschichte wurde quasi "in Ölfarben nachgemalt". Das ist toll, ja. Aber ist das ein Film? Und ist es Kunst- oder kann es weg?

Matthew McConaughey, Scarlett Johansson, Reese Witherspoon- "Sing" hat eine eindrucksvolle Besetzungsliste. Die großen Hollywood-Namen stellten allerdings "nur" ihre Stimmen für die wunderbare Animation einer Casting-Show der Tiere von Garth Jennings zur Verfügung.

"Born to be Blue" erzählt vom Leben des legendären Jazz-Trompeters Chet Baker- Ethan Hawke spielt ihn. Danach trifft er gleich noch einmal "In a Valley of Violence" unter anderem auf John Travolta.

"Drei Zinnen", "Nocturnal Animals", "Schloss aus Glas", "Lieber leben"- jede Menge "Problemfilme". Schwere Kost. Zeit für "Shine a Light": Martin Scorsese hat 2006 ein Rolling Stones-Konzert abgefilmt. Egal in welchem Alter- die rocken den Trübsinn weg. Und wem das nicht reicht: "American Assassin" bietet rasantes Geballer gegen die Rest-Depression.

Bei den Serien findet ihr bei Prime Video dafür jede Menge bewährte Kost. "Lucifer", gerade erst von Netflix aus der Hölle gerettet, hat neue Folgen der Staffel drei. Auch die Staffel vier der "Fear the Walking Dead"-Zombies geht weiter. "Ripper Streat" hat eine Staffel fünf und gleich zwölf Staffeln "Criminal Minds" gehen bei Prime online.

"Lodge 49" kommt neu von AMC- und ist hier "Prime Exclusive". Keine Ahnung, warum. Keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll. Es ist eine "Dramedy". Also irgendetwas zwischen ernsthaft und komisch. Nach dem, was bisher bekannt ist, ist die Geschichte von "Dud" hauptsächlich "zwischen".

So wie die "Pixels" den Juli beendeten, so wird "Tom Clancy's Jack Ryan" den August beenden. Die aufwendige Eigenproduktion soll die neue Prime Video-Ära nach Roy Price nun auch wirklich einläuten. Wir werden es sehen- zum Beispiel an der zeitnahen Bereitstellung einer synchronisierten Version.



Netflix braucht im August eigentlich keine Super-Agenten. Wozu James Bond, wenn man Saul Goodman als Anwalt hat? Also: "Better Call Saul", das löst jedes Problem und ab dem siebenten August liefert AMC jede Woche eine neue Folge der Staffel vier fürs deutsche Netflix-Programm. Auch die zweite Staffel von "Ozark" ist fertig. Und wenn Westeros auf die "Simpsons" trifft, dann kann eigentlich unmöglich "Disenchantment" die Folge sein.

"Insatiable"- die Serie hat schon im Vorfeld viel Aufregung verursacht. Es geht um ein junges Mädchen, das schlanker wird. Ja, das ist ein schwieriges Thema. Außerhalb der Serie wird zum Ausgleich dafür nun eine Maus zum Elefanten gemacht.

Der "Ghoul", wir wissen es nun, kommt in Mini-Serie aus Indien. Und auch die deutsche Arroganz gegenüber dem Osten kennt man bei Netflix nicht. Mit "Ultraviolett" hat man eine interessante und unkonventionelle Krimi-Serie aus Polen entdeckt.

"The Innocents" ist britische Mystery in Serie und "Wie der Vater" ist ein "Netflix Original Film". Die "Flavors of Youth" werden in einem wunderschönen Anime-Film serviert. Die Staffel vier der US-Sitcom "Brooklyn Nine-Nine" kommt an. Man kann sich gruseln mit "Don't Brathe" und "Paranormal Activity 4".

Was ist sonst noch erwähnenswert? Drei gute Blockbuster müssen unbedingt noch als Empfehlung mit rein: "Doctor Strange" natürlich- Benedict Cumberbatch als Marvels Superheld muss einfach sein. Genauso wie Matt Damon in "Der Marsianer- Rettet Mark Watney". Und auch Clint Eastwood in "Gran Torino" ist einfach fein.

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