Netflix holt "Lucifer" aus der Hölle zurück, Apple engagiert Oprah



Es scheint so, als gingen die "Content Wars" gerade in eine neue Phase. Dabei erinnert das Handeln der Beteiligten zunehmend an den Kampf aller Pauschaltouristen um die letzten mehr oder weniger guten Häppchen am Buffet, so wie er gerade in den Urlaubshotels dieser Welt wieder so richtig startet.

So schenkt Netflix "Lucifer" eine vierte Staffel. Warum eigentlich? Es muss dieser Sog sein, der einen am Buffet erfasst und dazu bringt, immer noch mehr auf den schon vollen Teller zu laden. Die Fox-Serie um den gelangweilten und gut aussehenden Teufel, der lieber in L.A. Nachtklubs betreibt und der Polizei hilft, statt ordnungsgemäß in der Hölle zu bleiben, war für mich irgendwie auserzählt und ihre Beendigung bei den "Upfronts" eigentlich nur folgerichtig. Klar, es gab ein Fan-Petition. Aber die gibt es mittlerweile fast immer.

Netflix dreht jetzt also mehr mit dem schönen Lucifer und muss dann also zumindest in den USA Streamingrechte für die Serie haben- bisher lief er für Hulu.. Bei uns ist der Teufel Amazon Prime- vielleicht tauschen sie ihn gegen "Expanse", wo Amazon ja gerade eine Serie weiterproduziert, die bei uns ein Netflix-Programm ist.

Noch rätselhafter ist die Nachricht, die letzte Woche von Apple kam: Apple schließt mit der Talkshow.Queen des US-Fernsehens eine "mehrjährige Partnerschaft", die "Original-Programme, die die Welt erreichen" produzieren soll. Noch immer wissen wir nicht, wie es aussehen und was es kosten soll, dieses neue Apple TV-Angebot. Aber alles was Oprah macht, wird sicher teuer, keine "Drama"-Serie sondern dramatisches Gequassel - und groß.

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