See What's Next in Rom - mit Netflix

"Chief Content Officer" Ted Sarandos in Rom. Foto: Netflix

"Wir glauben fest daran, dass gutes Storytelling Grenzen überschreiten kann. Wenn Projekte der verschiedensten Länder, Kulturen und Sprachen eine globale Plattform mit unbegrenzten Möglichkeiten finden, dann können einzigartige und zugleich universelle Geschichten ein internationales Publikum erreichen." So sieht es Ted Sarandos, Chief Content Officer bei Netflix. Und wie die aktuellen Zahlen beweisen, liegt er mit dieser Meinung offenkundig nicht verkehrt.


Im Frühjahr stellt Netflix nun schon fast traditionsgemäß in Europa sein Programm vor. "See What's Next" ist der Titel sowie auch das Thema der Werbeveranstaltung und nach Berlin im Vorjahr ging es in dieser Woche nach Rom. Und genauso schon fast traditionsgemäß gab es einige interessante Neuigkeiten zu hören.

So darf die Constantin Film-Tochter Rat Pack Filmproduktion ihren Kinoerfolg "Die Welle" aus dem Jahr 2008 nun für Netflix als nach "Dark" und den kommenden "Dogs of Berlin"  mittlerweile dritte deutsche Serie des Streaming-Giganten produzieren. Die bereits angekündigte zweite Staffel für den auch internationalen Erfolg "Dark" wird ab Juni gedreht.

Sechs weitere neue Serien und Staffeln aus Europa wurden in Rom verkündet:

- Nach dem ersten dänischen Netflix-Original wird es nun auch das erste holländische geben. Es geht um das fröhliche Studentenleben in Amsterdam und ein Portal zu "einer dämonischen Welt aus dem Goldenen Zeitalter", welches man dabei öffnen kann.

- "Mortel" ist die fünfte Netflix-Originalserie aus Frankreich und erzählt die Geschichte einer Gruppe von Teenagern, die durch eine übernatürliche Macht miteinander verbunden sind. Die Serie wird von Frédéric Garcia kreiert und von Mandarin Television produziert.

- "Luna Nera" ist eine Serie über Frauen, die im Italien des 17. Jahrhunderts der Hexerei beschuldigt werden, kreiert von Francesca Manieri, Laura Paolucci und Tiziana Triana, produziert von Fandango und -natürlich- auch aus Italien.

- "Downton Abbey"- Macher Julian Fellowes schreibt an "The English Game"- ein sechsteiliges Drama über die Erfindung des Fußballs und darüber, wie es den Beteiligten gelang, Klassenunterschiede zu überwinden und das Spiel als beliebtesten Sport der Welt zu etablieren.

- Ebenso wie "The English Game" kommt auch "Turn Up Charlie" aus dem Vereinigten Königreich. Idris Elba ist "Executive Producer" und Darsteller in der achtteiligen Serie. Der Clou kommt aber erst jetzt: Es soll eine "Comedy-Serie" sein.

- Nicht nur das deutsche "Dark" wurde per Netflix zur internationalen Serien-Sensation. In Spanien steht das "Haus des Geldes" und als Auswirkung des enormen Erfolgs der ersten beiden Staffeln wird der Professor nun neue Raubüberfälle entwickeln, die 2019 enthüllt werden.

Und zu guter letzt: Netflix’ erster italienischer Originalfilm "Rimetti a Noi i Nostri Debiti" (Vergib uns unsere Schuld) von Antonio Morabito mit Claudio Santamaria, Marco Giallini und Jerzy Stuhr hat bald Premieren-Termin.

"Mit über 100 Projekten aus Europa, die noch dieses Jahr starten, möchten wir ein Zeichen in der weltweiten Entertainment-Landschaft setzen- indem wir lokalen Kreativen eine weltweite Plattform geben, ihre Vision zu teilen und unseren Abonnenten überall auf der Welt unbegrenzten Zugang zu einzigartigen Inhalten ermöglichen, die sie überall und jederzeit auf unserem Service entdecken und genießen können, unabhängig von ihrem Herkunftsland oder ihrer Herkunftssprache. Und das ist erst der Anfang unserer Reise", so kündigte es Ted Sarandos an.

Dabei geht es eigentlich schon gar nicht mehr "nur" um Europa. "Geografie ist unwichtig", so der "Vice President of Product" bei Netflix, Todd Yellin. Und warum Netflix gerade die in den USA fast schon vergessene Kunst der Synchronisation wiederentdeckt, dass erklärt er uns hier:

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