Netflix auf dänisch: Ziemlich "Dark", diese "Stranger Things" in "The Rain"

Foto: Netflix / Per Arnesen

"Altered Carbon" ist jetzt da. Tolle Bilder aus einer fantastischen Zukunft. Aber oft ziemlich dunkel. Man ahnt: Da geht manches nicht gut aus. Serien sind toll. Netflix ist toll. Science Fiction und Fantasy sind toll. Aber immer ahnt man: Das geht wahrscheinlich nicht gut aus.

So gut wie nie scheint die Sonne. Selbst dann, wenn die Geschichte wie die "Stranger Things" oder "Dark" nicht in der fernen "Altered Carbon"-Zukunft spielt. Wo ist eigentlich das gute, alte "Happy End" abgeblieben? Es wurde durch den "Cliffhanger" der Staffel ersetzt. Danach will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Denn ich ahne: Da geht manches nicht gut aus.

Es gibt so Länder, wo es eigentlich immer gut ausgeht. Dänemark zum Beispiel. Eigentlich. Aber vielleicht ist das doch nur Marketing. Denn auf Anhieb fallen mir drei große Bildschirm-Geschichten aus dem meist windigen Norden ein, die ewig in Erinnerung bleiben werden. Da war die "Olsenbande". Die war immer sehr lustig und am Ende ging es stets gut aus. Außer für Egon. Der war der Cliffhanger. Am Ende ging er immer rein in den Knast und am Anfang kam er stets raus.

Dann natürlich der dänische Koch mit dem Smörrebröd. Der aus der "Muppet-Show". Der war im US-Original aber der "Swedish Chief" und eignet sich nur als Beispiel dafür, dass deutsche Synchronisationen einst manchmal sogar besser als das Original waren. Und da ist noch die grandiose "Kommissarin Lund". Die hatte statt eines "Happy End" sogar noch am Schluss so etwas wie einen Cliffhanger. Aber es war wirklich das Ende. Und es ging nicht gut aus.

Bald wird es die erste dänische Netflix-Serie geben. "The Rain" wird sie heißen und genau der ist gefährlich. Mit dem Regen kommt das Grauen über die Welt und zehn Jahre, nachdem der Großteil der Bevölkerung Skandinaviens von einem brutalen Virus ausgelöscht wurde, ist nun ein junges Geschwisterpaar auf der Suche nach Sicherheit. Ihr einziger Wegweiser sind die Notizen ihres Vaters über das Virus und die Gefahren dieser neuen Welt. Mit anderen jungen Überlebenden treten sie eine gefährliche Reise durch das Land an. In Anbetracht der gravierenden Risiken muss die Gruppe schon bald einsehen, dass die größte Bedrohung nicht von außen, sondern von innen kommt. Und natürlich bedient "The Rain" auch den Serien-Trend "Wald".

"Zivilisation ist sehr unbeständig", so der Serien-Macher Jannik Tai Mosholt. "Es ist eine dünne Schicht, die in tausenden von Jahren des Überlebens gewachsen ist. Und jetzt, nach einem sehr kurzen Ausbruch der Erleuchtung, glauben wir Menschen, dass wir alles unter Kontrolle haben. Ich möchte herausfinden, ob das stimmt. Was ist von uns übrig, wenn die Zivilisation schlagartig entfernt wird? Wie überleben wir? Werden wir wieder zu Tieren oder entwickeln wir uns unter solchen Umständen weiter und bestehen darauf, Humanität in eine unmenschliche Welt zu bringen? Ich freue mich sehr, diese Serie mit Netflix und Miso Film zu machen, könnte nicht zufriedener mit der Besetzung sein und kann es kaum erwarten, sie in ein post-apokalyptisches Skandinavien zu bringen, wo alle Regeln des so kontrollierten Nordens erschüttert sind und unkontrollierte Natur alles übernimmt."

Der Teaser ist da. Er sieht sehr vielversprechend aus. "The Rain" kommt wohl auf die "Watchlist". Man ahnt: Da geht manches nicht gut aus. Ich erwarte, dass es in "The Rain" sehr oft dunkel sein wird. Und wir werden wohl nur einen "Cliffhanger" bekommen. Egal, was wir so vorausahnen: Wir bangen mit den Beteiligten und hoffen für sie trotz allem auf ein "Happy End".



Wie gesagt, das sieht sehr vielversprechend aus. Aber eben sehr dunkel. Und natürlich mit Wald. Für alle, die auf der Suche nach einem Happy End sind, hier noch eine "dänische" Alternative:

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