Die "Akte X" lebt: ProSieben zeigt die Staffel 11 schon kurz nach US-Start

Scully (Gillian Anderson, r.) und Mulder (David Duchovny, l.) kommen zurück. Foto: obs / ProSieben

Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen. Vielleicht auch frisches Holz für den Schnitzer der Dialoge für die Rückkehr von Scully und Mulder mit einer zehnten Staffel nach 14 Jahren Pause im Jahr 2016. Jetzt kommt die elfte Staffel. Gillian Anderson erklärte Anfang Januar, dass sie ihre Parade-Rolle für immer an den FBI-Nagel hängen will. Möglicherweise hat sie Alpträume. Nein, nicht von "Alien-DNA". Sondern von Friseuren. Anscheinend mit Beton-Haarspray wird ihr Look von vor 20 Jahren für die Nachwelt bewahrt.

Egal. Ja, die Staffel 10 der "Akte X" war, sagen wir mal, eher so mittel. Aber dieser Cliffhanger am Schluss! Ihr wisst schon: Groß. Rund. Über der Brücke. Oder eher dreieckig? Egal. Alle haben es gesehen. Da muss man doch wissen, wie es weitergeht. Und überhaupt: Es gilt, eine Legende zu ehren. Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen. Ich werde selbst noch dann einschalten, wenn die Dialoge beginnen, mir noch mehr als die Schuhe auszuziehen. ProSieben zeigt nun die zehn Folgen der elften Staffel von "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" ab Mittwoch, dem 28. Februar 20:15 Uhr, als Deutschland-Premiere. Das muss ich sehen.

Scully wacht nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus auf. Sie erkennt, dass sie während ihrer Ohnmacht eine grauenvolle Vision der nahen Zukunft hatte: Der "Raucher" ist noch am Leben und will Mulder töten, während der von ihm freigesetzte "Spartan-Virus" die gesamte Menschheit bedroht. Scully spürt, dass ihr eigener Sohn William der Schlüssel zur Aufdeckung der Verschwörung ist. Doch Scully weiß nicht, wo sich dieser seit seiner Adoption befindet. Und auch ihre Feinde sind auf der Suche nach dem Jungen ...

In den USA waren nun auch die Quoten der neuen Staffel eher "na ja". Nach hinten raus bisher bröckelnd. Die Situation um die "X-Akten" scheint schwierig. Aber das kennen deren Bearbeiter ja.

Was hätte man daraus machen können- eigentlich sind die "X-Akten" als Serien-Stoff größer als "Game of Thrones". Serienschöpfer Chris Carter ist vielleicht noch reifer für die Rente als Agentin Dana Scully.

Vielleicht könnte man von anderen Serien-Legenden lernen? Die "Trekkies" haben sehr viel über die neue "StarTrek: Discovery" diskutiert. Dass die Föderation dunkler, gewalttätiger wurde, zumindest in parallelen Universen. Statt Papp-Kulissen haben sie jetzt moderne CGI als Serien-Standard. Unterm Strich bleibt: Es ist gelungen. Die eigentlich tote Serie wurde erfolgreich modernisiert und in die Jetzt-Zeit gebeamt.

Jetzt schauen wir aber Scully und Mulder noch einmal zu. Und wenn sie danach in Rente gehen: Liebe Serien-Macher, schaut euch die Discovery an und lernt. Denn eines ist sicher: Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen. Die "X-Akte" lebt.

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