Auf der Suche nach Zukunft: "N24" ist jetzt "WELT"

Foto: obs / © WeltN24 / Claudius Pfug"

Gerade läuft eine Dokumentation über "Die UFO Akten". Es gibt wohl ein "Netzwerk von Unterwasser-UFO's". Warum hat man mich noch nie darüber informiert? Wir müssen lernen, zu akzeptieren. Seit den "Men in Black" wissen wir schließlich, dass es diese Art Journalismus ist, die in Wahrheit den Informationsfluss der Welt aufrecht erhält.

Der Nachrichtensender N24 gehört ja nun schon eine ganze Weile zur "Axel Springer SE" und jetzt hat der Kanal endlich den schönen und anspruchsvollen Namen "WELT". Nach ersten Anpassungen beim Re-Design des Senders im September 2016 wurde das Nachrichtenstudio komplett im laufenden Betrieb - nachts und an den Wochenenden - in 111 Projekttagen umgebaut. Seit dem 18. Januar kommen die News, die UFO-Dokumentationen und mehr nun offiziell von "WELT".

Der Springer Verlag hat schon vieles versucht, um die Zukunft seiner Nachrichten zu finden. Vieles hat nicht funktioniert- aber sie geben nicht auf. Ein funktionierendes Finanzierungsmodell für Journalismus ist vielleicht ebenso schwierig zu finden wie UFO's. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen. Wenn, dann wird der Springer-Verlag nur aus einem Grund die Zeitungskrise überleben: Sie bleiben trotz aller Rückschläge dran.

Bis es soweit ist, bietet uns "WELT" erst einmal ab dem 6. April "Year Million". Auf faszinierende und realistische Weise zeige die Doku-Reihe, so heißt es, wie künstliche Intelligenz unser Leben radikal verändern wird und stelle die Fragen, die uns schon in sehr naher Zukunft bewegen werden.

Selbstfahrende Autos, Smart Homes oder schachspielende Roboter- die Zukunft hat bereits begonnen. Schon heute entwickeln sich Technologie, Neurowissenschaften, Genetik und Robotik immer rasanter und lassen die Möglichkeiten und Gefahren grenzenloser künstlicher Intelligenz erahnen. Recht, Ethik, Medizin- die DNA unserer Gesellschaft wird sich von Grund auf verändern. Das meinen jedenfalls die Autoren der Dokumentation. Springer-Chef Mathias Döpfner könnte ihnen sicher erklären, wie schwierig selbst ein Vorausblick über zwei Jahre ist. Was ist, wenn die Unterwasser-UFO's plötzlich auftauchen? Aber was wissen wir schon.

Interessant ist es trotzdem. Am Beispiel einer Durchschnittsfamilie erzählt "Year Million" eine mögliche Geschichte unserer Zukunft und entwirft ein komplexes Gedankenexperiment: Mensch und Maschine sind verschmolzen, Krankheit und Altern überwunden und Sterblichkeit ein Relikt aus der Vergangenheit. Wie würde so eine perfekte Welt aussehen- und was heißt es wirklich, ein Mensch zu sein?

Vor über 50 Jahren, 1964, schrieb Stanislaw Lem übrigens den Science Fiction-Roman "Der Unbesiegbare". Sein damaliges Gedankenexperiment zum Thema künstliche Intelligenz war noch wesentlich komplexer. Warum verfilmt das bloß keiner? Denn das ist nicht nur sehr spannend- sondern aktueller als vieles, was zu diesem Thema heute so aus dem Silicon Valley zu hören ist. Aber was wissen wir schon.

Macht aber nichts- denn jetzt haben wir ja den TV-Sender "WELT". Und "Netz-TV" ist das natürlich auch- "Year Million" zum Beispiel gibt es noch 14 Tage nach "Ausstrahlung" in der "WELT"-Mediathek. Dort läuft auch der "Countdown zum Weltuntergang". "Noch 268 Tage" steht da. Wissen die mehr? Hoffentlich ist es nur die "Verweildauer" in der Mediathek.

Das Nachrichten-Laufband kündigt gerade an, dass man heute Abend auf "WELT" live den Start der aktuell stärksten Trägerrakete, der "Falcon Heavy", verfolgen kann. Elon Musk will einen Roadster-Sportwagen von Tesla ins All befördern und in eine Umlaufbahn um den Mars bringen. Wir müssen lernen, zu akzeptieren. Es gibt schon Tesla-Autos hier im Dorf. Und so schlecht, dass man sie zum Mond schießen muss, sind sie auch wieder nicht. Vielleicht deshalb der Mars? Auch das wissen wir nicht.

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