Super-Zahlen: Netflix beendet das Jahr 2017 mit über 117 Millionen Abonnenten weltweit

Foto: Netflix

So langsam wird es unheimlich. Netflix hat seine Bilanz für 2017 zusammengerechnet und schließt das Jahr mit weltweit über 117 Millionen Abonnenten ab. Mehr als 110 Millionen davon sind bereits über den Probemonat hinweg und damit "Paid Memberships". 8,3 Millionen Abonnenten kamen allein von Oktober bis Dezember 2017 dazu- weit mehr als jemals zuvor in einem Quartal. In den USA betrug der Zuwachs knapp eine Million, außerhalb deutlich mehr als eine Million- und zwar jeweils mehr als erwartet. Das ist mehr als nur stark.

Für 2018 plant man deshalb eigene Produktionen in einem Ausmaß wie niemals zuvor. Trotz rasch steigender Abonnentenzahlen und damit Einnahmen sollen die Ausgaben für die Produktion noch schneller wachsen. "Drei bis vier Milliarden" Dollar "negativer" Cash-Flow wird prognostiziert. Die drehen da ein globales riesiges Rad.

Nur ein Beispiel: "Unsere bisher größte Investition in Original-Filme, der Fantasy-Actionfilm 'Bright' mit Will Smith, war eine großen Erfolg und brachte einen bemerkenswerten Anstieg der Abonnements. Im ersten Monat war 'Bright' einer unserer meist gesehenen Originaltitel aller Zeiten. Wir sind begeistert von dieser Performance und planen eine Fortsetzung als zusätzliche Investition in Originalfilme."

Oder: Auch die deutsche Netflix-Serie "Dark" wird in der Bilanz lobend erwähnt. Man produziere nun für 2018 allein mehr als 30 internationale "Original"-Serien, darunter Projekte aus Frankreich, Polen, Indien, Korea oder Japan.

Morgen wissen wir mehr dazu. Aber wenn keiner den Fehler findet, dann ist diese Bilanz der Anfang vom Ende für das Fernsehen, wie wir es bisher kannten. Das Netflix-Projekt wächst über die kritische Grenze hinaus, innerhalb der man dort überhaupt noch ein Wettbewerber auf Augenhöhe sein kann.

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