Staffel vier von "The Blacklist" läuft bei RTL Nitro als Mitternachtsprogramm

Liz (Megan Boone) und Red (James Spader). Foto: MG RTL D / © 2016 Sony Pictures Television Inc.

Seit "Boston Legal" bin ich ein Fan von James Spader. Also logischerweise auch von "The Blacklist". Natürlich ist die Geschichte von Liz und Red nicht nur an den Haaren, sondern mindestens auch an Zöpfen oder Beinen herbeigezogen. Aber James Spader ist eben Raymond "Red" Reddington- genau wie er in "Boston Legal" Alan Shore ist. Also großartig, egal was für ein Quatsch rund um ihn herum passiert.

Man kann zu den Ideen und zum Drehbuch von "The Blacklist" also durchaus Fragen stellen. Aber wenn es vorliegt, wird "The Blacklist" unter anderem von Co-Produzent James Spader auch erstklassig produziert. Und überhaupt: Dr. Who fliegt im Smartphone-Zeitalter immer noch Telefonzelle. Seien wir doch nicht so kleinkariert.

Raymond Reddington war einer der weltweit meist gesuchten Verbrecher, bis er sich selbst dem FBI stellte. Er bot an, alle Kontakte preiszugeben, mit denen er bislang zusammengearbeitet hat. Seine einzige Bedingung: Er bestand darauf, nur mit der frisch gebackenen FBI-Profilerin Liz zu arbeiten, zu der er scheinbar keinerlei Verbindung hat.

So fing alles an- und seither verbindet Red und Liz eine fesselnde Geschichte, deren geheimnisvoller Hintergrund, unvorhersehbare Entscheidungen und schicksalhafte Wendungen die beiden zu keinem Zeitpunkt zur Ruhe kommen lassen.

Um ihr kleines Baby vor den Gefahren, die in dieser Welt auf die beiden lauern, zu schützen, hat sich die ehemalige FBI-Agentin Elisabeth Keen zum Anfang der vierten Staffel mit der kleinen Agnes auf Kuba verschanzt und wiegt sich dort in Sicherheit. Doch ihr Versteck fliegt auf- und damit auch ihr so aufwendig vorgetäuschter Todesfall.

Nun steht das Leben von Liz erneut auf dem Spiel, denn Alexander Kirk- der mysteriöse Mann, der behauptet, ihr Vater zu sein - entführt sie aus Kuba und verwischt ihre Spuren. Auch ihr Ehemann Tom und das gemeinsame Baby sind in die Fänge von Kirks Hintermännern geraten. Reddington unternimmt fortan alles, um Liz zu retten und schreckt dabei vor nichts zurück. Damit beginnt ein Überlebenskampf, der zahlreiche Opfer fordert und lang gehütete Geheimnisse ans Tageslicht bringt, die alles verändern werden...

Mmmmh. Ja. Die 22 neuen Folgen zeigt uns RTL Nitro. Ab 17. Februar um 23.40 Uhr (!) in Doppelfolgen (!). Da möchte man rufen: Lasst es doch gleich. Aber es ist wohl so: James Spader hat Fans, auch mit "The Blacklist" und auch bei RTL- schließlich haben sie die Serie einst für das "Hauptprogramm" gekauft. Aber die Zahl der Fans reicht nicht aus.

So wanderten Liz und Red zuerst auf spätere Programmplätze und schließlich ging gar nichts mehr weiter. Denn die vierte Staffel ist im Free-TV überfällig. Im Pay-TV bei RTL Crime arbeiten sie ab 13. Februar schon die schwarze Liste der fünften Staffel ab.

"The Blacklist" ist eigentlich die ideale Serie für das neue Streaming-Zeitalter. Es gibt eine solide Fan-Basis. Ein für ihr lineares Programm zahlenmäßig ausreichendes Massenpublikum können die "großen" Sender damit nicht mehr vor dem Bildschirm versammeln. Dafür gibt es jetzt "Spartensender". Noch besser wären ja Streaming-Dienste. Aber Netflix ist mit "The Blacklist" auch erst bei Staffel drei.

Kommentare