"Bullyparade- Der Film" kommt im Februar zu Amazon Prime

Der bessere Weg? Die "Bullyparade" war zuerst im Kino. Foto: Amazon

Was ist richtig? Was ist falsch? Und braucht die Welt diesen Film überhaupt? Fragen über Fragen. Amazon sagte jedenfalls vor einiger Zeit "ja" zu Michael Bully Herbig und Warner Bros. und nun gibt es die "Bullyparade" als Film. "Selbst schuld", so würde Abahachi wohl dazu sagen, denn nun sind sie alle wieder da- die legendären Apachen aus Bayern genauso wie Sissi, Pavel Pipowitsch und Bronko Kulitschka, die drei Kastagnetten, der Yeti oder die galaktische "(T)Raumschiff"-Besatzung.

Zwar sind die goldenen Zeiten vorbei, als "Der Schuh des Manitu" die Deutschen noch nahezu geschlossen an den Kinokassen der Republik versammelte. Aber deutlich mehr als eine Million Zuschauer ziehen Michael Bully Herbig und seine bunte Truppe immer noch und sie sind damit nach hiesigen Erfolgsmaßstäben weiterhin ziemlich groß. Nun ist die Kino-Auswertung von "Bullyparade- Der Film" im wesentlichen Vergangenheit. Der Weg in die Wohnzimmer ist frei.

Zwar hinkt der Vergleich mit Netflix und dessen Filmproduktionen etwas, aber interessant ist er schon. Denn Netflix-Filme wie "Bright" mit Will Smith richten sich an ein globales Publikum, die "Bullyparade" ist dagegen ein sehr deutsches und schwer übersetzbares Film-Ereignis. Trotzdem: Bei jedem Programm, dass die Streamingdienste finanzieren, suchen beide, Netflix wie Amazon, nach Exklusivität. Global kann man einen Film wie "Bright" auch ohne das Kino zumindest theoretisch, wie Netflix zeigt, allein über Streaming-Abonnements refinanzieren. National dagegen wohl kaum.

Die Bullyparade braucht als Film also die Kino-Einnahmen- sonst gäbe es sie wohl nicht. Und für Amazons Wunsch nach Exklusivität hat man eine salomonische Lösung gefunden: Mitglieder von Amazon Prime in Deutschland und Österreich können ab dem 17. Februar, also bereits sieben Monate nach der Kino-Premiere, den Film noch vor dem TV-Start und bevor er als DVD oder auf anderen Kanälen zur Verfügung steht, sehen.

Aber auch generell ist die Amazon-Strategie bei Spielfilmen anders. Das Kino wird nicht ausgeschlossen. Global verwertbare Amazon-Filme wie "Manchester by the Sea" ziehen ebenfalls zuerst ins Programm der Multiplexe und Filmtheater ein.

Mit "Dark" hat Netflix bereits einmal das Unmögliche geschafft und tatsächlich erfolgreich eine deutsche Serie für ein globales Publikum produziert. Ob auch ein globaler Netflix-Film aus Deutschland möglich ist? Das ist eine spannende Frage. Bis zur Auflösung viel Spaß mit dem "Bully-Programm":

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