Amazon Prime wird In den USA teurer. Was heißt das für uns?


Oh je. In den USA wird Amazon Prime gerade teurer.  Noch teurer, muss man dazu sagen- denn teurer als bei uns ist "Prime" in den USA ja ohnehin schon. Auch wenn ein Dollar mal mehr, mal weniger, aber generell immer, zumindest noch, weniger als ein Euro ist.

Statt 10,99 Dollar kostet "drüben" das Monatsabonnement jetzt stolze 12,99 Dollar. Der Preis für die Jahresgebühr-Zahler in Höhe von 99,- Dollar dagegen bleibt. Sind auch wir bald wieder dran?

Streaming-Abonnements sind ein sehr preissensibler Bereich, ich sehe die Diskussionen schon vor mir. Schließlich ist bei uns Amazon Prime praktisch gerade erst deutlich teurer geworden. Erst seitdem gibt es in Deutschland überhaupt ein "Monatsabonnement" für 7,99 Euro. Nicht so viele werden es nutzen- denn es ist deutlich teurer als die 69 Euro fürs ganze Jahr.

Moment mal, Jahr. Pro Jahr wird es ja auch in den USA gar nicht teurer. Wieso eigentlich? Der monatliche Zahler löhnt dort ja dann über 50 Prozent mehr als im Jahres-Abo. So schlimm kann der zusätzliche Aufwand in der Buchhaltung ja wohl nicht sein. Für 8,99 Dollar im Monat kriegen die Amis jetzt bei Amazon Prime allerdings auch noch was. Und zwar die reine "Prime Video"-Mitgliedschaft. Ohne den ganzen sonstigen Amazon-Kram.

Vielleicht ist das eigentlich ja eigentlich gar keine reine Preiserhöhung. Möglicherweise hat Amazon da ein "Smart Shopper"-Problem. Streaming-TV als eine Abteilung im riesigen E-Commerce-Kaufhaus anzubieten, ist schon eine geniale Idee. Die Prime-Monatsgebühr wurde sicher auch deshalb eingeführt, weil es bei den Streaming-Wettbewerbern wie Netflix die übliche Abrechnungsart ist. "Smart Shopper" könnten nun so rechnen: Etwa 80 Prozent meiner Amazon-Einkäufe sind doch im Weihnachtsgeschäft. Also die letzten zwei Monate im Jahr das "Prime-Häkchen" setzen und kaufen, Video gucken, gucken, kaufen- und dann raus. Schon ist Amazon billiger denn je, nur dessen Prime-Kalkulation geht gar nicht mehr auf.

Also, die gute Nachricht ist: Die Jahresgebühr bleibt- vielleicht. Die schlechte Nachricht ist: Deutschland gilt als Land der "Smart Shopper". Ich würde Veränderungen des Monatstarifs und eine "nur Video"-Gebühr erwarten- vielleicht schon bevor das nächste Weihnachtsgeschäft beginnt.

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