99 Cent-Freitagsfilme bei Amazon: "Valerian" und "Kong: Skull Island" sind mit dabei



Heute ist mal wieder Freitag und "Filmabend" bei Amazon. Und das Angebot ist so, dass man darauf aufmerksam machen sollte. Denn mit "Kong: Skull Island" und "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" gibt es gleich zwei "Megamega"-Blockbuster aus dem gerade erst vergangenen Jahr für schlappe 99 Cent zum Ausleihen. Also im Prinzip für annähernd frei.

Auf jeden Fall sollte man sich Luc Bessons "Valerian" ansehen- der Film ist ein höchst sehenswertes Drama des europäischen Kinos. Stolze 180 Millionen Dollar soll das Werk verschlungen haben, das wäre dann der teuerste europäische Film aller Zeiten und man sieht es auch.

"Valerian und Veronique" sind zwei "Agenten des "Raum-Zeit-Service" in der Zukunfts-Hauptstadt "Galaxity"- und ein erfolgreiches französisches Comic- "Franchise". Die Welten, in denen sie agieren, sind nicht so düster wie die des Dan Simmons- aber eigentlich ebenso "nicht produzierbar". Luc Besson hatte einst in "Das fünfte Element" aber etwas erschaffen, was der "Stadt der tausend Planeten" irgendwie nahe kommt und damit den kommerziell erfolgreichsten europäischen Film aller Zeiten in die Kinos gebracht. Wer, wenn nicht er, so hat man wohl bei seiner eigenen Firma "EuropaCorp" gedacht. Und sich dann in der prallen "Valerian"-Galaxie fast selbst ruiniert.

Das Tragische daran ist, dass Luc Besson es eigentlich tatsächlich geschafft hat. Die "Valerian"-Welten sind wirklich drin. Irgendwie vergessen wurde dabei, dass ein großer Film auch charismatische Darsteller braucht. Dane DeHaan ist als "Major Valerian" eine Fehlbesetzung. Seine Partnerin Cara Delevingne wirkt etwas weniger hölzern, sieht aber auch nur vorwiegend gut aus und so wirkt die Geschichte hinter all dem digitalen Zauber nicht so, wie es hätte sein können. Aber sehenswert ist "Valerian" auf jeden Fall- und für 99 Cent ein Geschenk.

Fast genauso interessant ist die Produktionsgeschichte von "Kong: Skull Island". Es ist eine der ersten großen Produktionen aus der neuen chinesisch geleiteten globalen Traumfabrik, die dann so schnell in Probleme geriet und nun vielleicht für immer ein Traum bleibt. "Kong" kann nichts dafür. Eigentlich dachten alle, seine Geschichte ist nun wirklich auserzählt. Wie "Valerian" ist "Kong: Skull Island" ein Wunderwerk digitaler Effekte. Aber dort hatte man sich offensichtlich auch beim Casting Gedanken gemacht.

Mit "Night Manager" Tom Hiddleston, "Golden Globe"-Gewinnerin Brie Larson, "Fred Feuerstein" John Goodman oder Samuel L. Jackson ist jede Menge Charisma mit dabei. Und so hat es auch funktioniert. "Kong: Skull Island" hat in den Kinos ordentlich Kasse gemacht.

Nach Abzug der immensen Produktions- und Marketing-Kosten dürfte der Riesenaffe immer noch ein solides Geschäft gewesen sein. Das ist nicht ganz ohne Bedeutung. Denn der Film war (zumindest vor dem Wanda&Co.-Trouble in China) als Auftakt für ein buntes Knallbumm-Filmuniversum der Riesen-Monster gedacht. Kong versus Godzilla? Das könnte geradezu ein Paradebeispiel für Filme sein, die Spaß machen- und die die Kritiker-Welt ganz gewiss nicht braucht. Mal sehen, ob es jetzt noch dazu kommt.

Das sind sicher die zwei Filme, die heute das "Amazon Freitagskino" sind. Mit "Jingle", Die Erfindung der Wahrheit", "Unlocked", "Colossal", "Die Verführten", "Hanni & Nanni: Mehr als beste Freunde", "Die Super-Cops - Allzeit verrückt!", "Sieben Minuten nach Mitternacht" , "Monsieur Pierre geht online" und "Loving" sind natürlich noch mehr Filme dabei. Dabei sein ist alles. Aber der Hit sind natürlich die ersten zwei.

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