IFA 2017: Solide wie ein Metz TV

Metz Novum OLED TV. Foto: Metz

Alles wird gut.

"Die IFA hat auch 2017 ihre Funktion als Impulsgeber für die Märkte herausragend erfüllt. Vor der wichtigsten Verkaufssaison wurde mit dem erneut sehr hohen und gesteigerten Ordervolumen von 4,7 Milliarden Euro die Basis für ein positives Jahresendgeschäft gelegt. Dies spiegelt die positive Stimmung in den Märkten für Consumer Electronics und Home Appliances wider. Mit ihrer Vielzahl an Innovationen hat die IFA ihre Position als Weltleitmesse der beteiligten Branchen weiter ausgebaut." So erklärt es uns Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des IFA-Veranstalters gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

Die Messe selbst meldet stolz 253.000 "gleichermaßen von Innovationskraft wie der Markenvielfalt begeisterte" Besucher- und das sind sogar ein paar mehr als im Vorjahr. Getragen von einer erneut gestiegenen Fachbesucherzahl bei einem Anteil von mehr als 50% aus dem Ausland könnten Industrie und Handel nun sehr optimistisch in die verkaufsstärkste Zeit des Jahres, das Weihnachtsgeschäft, gehen.

So klingt die Wirklichkeit, wenn man sie in professionellem Design hübsch verpackt. Und genau dies ist ja auch die Aufgabe derer, die Pressemitteilungen schreiben. Design oder nicht sein- damit passt sich die Messe auch insgesamt dem IFA-Trend bei den Fernsehgeräten an. Die Ausgabe 2017 war so solide wie ein Fernsehgerät von Metz, der durch die Chinesen von Skyworth anscheinend erfolgreich wiederbelebte Marke aus der deutschen Provinz.

Deren in Deutschland hergestellte "Metz Novum OLED TV" wurden gerade mit der Auszeichnung "Bestes Produkt des Jahres 2017" (Best Product of the Year 2017) der Plus X Awards geehrt- der "maßgebendsten Design-Auszeichnung" Europas.

"Metz Novum OLED TV" gibt es nicht nur mit OLED-Bildschirm, sondern auch in UHD. Mit den Technologien 10-Bit-Farbe, HDR und 2000-Hz-MetzVision ermögliche das Produkt "ein ultimatives Seherlebnis". Und fast noch wichtiger: Metz-Fernseher würden zu einem Preis von durchschnittlich 1.300 Euro verkauft und das sei höher als der Preis der Fernseher, die von Samsung und LG produziert werden. Aus Konsumentensicht gehörten die Produkte des Unternehmens damit zur Luxuskategorie.

Womit wir wieder beim Thema Design sind. Ja, chinesische Fernseher sind auch ganz toll- aber wer hat da schon ein 80-Watt-Audiosystem, das "aus einem Holzkorpus und vier Vollaktivlautsprechern besteht", die getrennt voneinander gesteuert werden können. Oder einen Rahmen aus poliertem Aluminium, einen ultradünnen Rand und einen drehbaren runden Fuß aus "gebürstetem Edelstahl", der durch einen Ständer ersetzt werden kann.

Dr. Norbert Kotzbauer, Geschäftsführer von Metz, freut sich jedenfalls über die Auszeichnung mit dem Plus X Award: "Die Auszeichnung ist uns eine absolute Ehre und bestätigt den Anspruch des Novum als Flagship-Fernseher. Wir sind auf die Auszeichnung sehr stolz. Sie spiegelt die Qualität unserer in Deutschland hergestellten Produkte und die Überlegenheit der neuen OLED-Anzeigetechnologie wider- Faktoren, die uns helfen werden, uns im Markt durchzusetzen."

Das Fernsehgeschäft von Metz, so heißt es, bleibe seinen traditionellen deutschen Prozessen treu, gehe zugleich aber neuen Technologien nach. Verglichen mit den Fernsehern, die von japanischen und koreanischen Marken produziert werden, hätten die Fernseher von Metz zahlreiche Vorteile: ihre Entwicklung in Deutschland, ihre Herstellung in Deutschland, ihre unvergleichliche flackerfreie 3D-Anzeigetechnologie und ihren überlegenen Ton. Ja- genau das war die IFA 2017 auch.

Okay, zumindest flackerfreie Anzeige-Technologien werden die meisten asiatischen Konkurrenten sicher auch für ihre Produkte reklamieren. Vor allem wohl auch die, die das Panel und damit einen großen Anteil der Wertschöpfung für die Metz-Fernseher zuliefern. Aber egal. Genau wie die heutige IFA sind auch die heutigen Metz-Fernseher schließlich aus den großen Traditionen der deutschen Industrie heraus gewachsen und beide leben noch hoffentlich lang.

Das "globale Medieninteresse" an der IFA 2017 sei "riesig" gewesen, so die IFA. Journalisten aus mehr als 70 Ländern hätten "über die Flut an IFA-Innovationen und die neuesten Techniktrends" berichtet. "Die Zahl der weltweit berichtenden Medien beweist einmal mehr die globale Bedeutung der IFA. 2017 konnten wir 6.000 Journalisten, davon 2.800 aus über 70 Ländern, begrüßen", so IFA Executive Director Jens Heithecker.

Design oder nicht sein... Gerade am "globalen Interesse" hab ich so meine Zweifel. Viele große Meldungen und Berichte bei den für solche Themen bekannten internationalen Trend-Medien fand ich jedenfalls nicht. Deshalb muss die Meldung über das große Medieninteresse nicht falsch sein. Interessiert waren die Journalisten sicher. Nur: Was war aus der Sicht eines Amerikaners oder Asiaten interessant an der IFA? So richtig große Neuigkeiten gab es halt nicht.

Nach der IFA ist vor der IFA. Und vor der CES in Las Vegas im Januar. Und auch die Konkurrenz kann nur zeigen, was die Aussteller ausstellen. Egal ob technisch Neues- oder Design.

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