Netflix: Pablo ist tot, das Leben der "Narcos" geht weiter

Pablo ist tot- der Kampf gegen die "Narcos" geht weiter. Foto: Netflix / Juan Pablo Gutierrez

Früher waren die Serien einfacher auszurechnen. Sie hatten zentrale Helden, um die sie sich drehten- und die durften niemals sterben. Denn mit dem Tod des Helden wäre ja auch die Serie vorbei. Dann kamen das "horizontale Erzählen" und das neue und moderne Serien-Kino. Das hatte immer öfter auch "böse" Helden, und die durften auch irgendwann endgültig sterben. So wie Walter White- und danach war sein "Breaking Bad" eben vorbei.

Für "gute" Helden ist das televisionäre Ableben noch immer ein Problem. In Fantasy-Geschichten kann es sie auch schon mal treffen, aber da ist der Tod nicht so furchtbar endgültig und sie können in irgendeiner Form wieder als Wunder zurückkehren, so wie Jon Snow in das "Game of Thrones.

"Homeland" war die erste Serie, die praktisch mit allen Regeln brach und so für viel Aufregung sorgte. Mit Brody musste in Staffel drei ein zumindest vorwiegend positiver Held sterben und die Serie ging einfach trotzdem erfolgreich weiter.

Bei den "Narcos" von Netflix ist der Held am Ende der Staffel zwei ebenfalls tot. Okay, mit der Meinung, dass Pablo Escobar ein positiver Held war, steht seine Familie ziemlich allein. Aber "Narcos" sollte bei Netflix ursprünglich nur seine Geschichte in Serie erzählen- und war damit danach eigentlich fertig. Nur war die Serie einfach viel zu gut geworden, um damit nun einfach aufzuhören.

"Agent Peña, wie viel wissen Sie über das Cali-Kartell?" So endete Narcos in Staffel zwei und hatte damit ja trotzdem schon so etwas wie einen "Cliff-Hanger". Und nun geht es am 1. September einfach wohl ohne Pablo weiter mit Staffel drei.

Das "Cali-Kartell" existierte nach dem Tod von Escobar noch zwei weitere Jahre. Und auch danach war mit den Drogen aus Kolumbien noch lange nicht Schluss. Ich denke, wir können uns auf viele weitere spannende Folgen freuen.

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