Globalisierung lohnt sich: Netflix übertrifft (mal wieder) alle Erwartungen

Nicht nur in Indien ist Frauen-Wrestling ein Thema. Mehr "GLOW" gibt es bei Netflix. Foto: Netflix / Erica Parise

"Grau ist alle Theorie- entscheidend is auf’m Platz." Adi Preißler, die unsterbliche Fußball-Legende aus dem Ruhrpott, hat es schon vor vielen Jahren gewusst. Mag ja sein, dass dem einen oder anderen Blogger das Netflix-Programm derzeit etwas schwach erscheint. Dem Publikum gefällt es offensichtlich und das ist das Einzige, was wirklich zählt.

Netflix hat gestern pünktlich seine Quartalszahlen veröffentlicht und weltweit gibt es nach nur drei weiteren Monaten nun schon wieder etwa fünf Millionen Netflix-Abonnenten mehr. Und es kommt noch besser: Der Abonnenten-Zuwachs ist stolze zwei Millionen höher als ursprünglich prognostiziert, was natürlich sofort wieder helle Begeisterung bei den Börsianern hervorruft. Knapp 104 Millionen Netflix-Abonnenten zählt man nun weltweit, wovon 99 Millionen "Paid-Memberships" sind, also Abonnenten, welche die "Probephase" bereits hinter sich gelassen haben und die durch die gewaltigen Investitionen ins Programm stets strapazierten Konten des Streaming-Giganten mit Gebühren füllen.

Nachdem die magische 100 Millionen-Schallmauer nun endgültig kein Thema mehr ist, rückt jetzt eine weitere bemerkenswerte Entwicklung in den Vordergrund: Netflix wird nun wirklich global. Etwa vier der fünf Millionen neuen Abonnenten kommen von außerhalb der USA und mit gut 52 Millionen ist die Zahl der Netflix-Accounts im aus kalifornischer Sicht "restlichen Teil der Welt" erstmals höher als im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Auch in den Inhalten soll sich die Globalisierung weiter verstärkt abbilden, so Netflix. Denn diese Strategie lohne sich auch, so heißt es- das spanische Netflix-Original "Las Chicas del Cable" habe zum Beispiel in den USA wie auch in anderen nicht spanisch sprechenden Ländern "signifikante" Zuschauerzahlen erreicht.

Da kann man es sich nun wohl auch leisten, den Zuschauern doch noch etwas mehr vom teuren Wachowski-Content zu geben.

"Eines Tages, so hoffen wir, werden wir jeden unterhalten." Mit diesem selbstbewussten Satz endet der Netflix-"Brief an die Aktionäre" zur Quartalsbilanz. Und auch für den ewig nörgelnden Blogger ist das eine oder andere Projekt ja doch in Arbeit, auf das er sich wirklich freut:

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