An die Börse für eine Milliarde? Roku will zum Einhorn werden

Foto: Roku

Da soll doch niemand behaupten, mit diesem "Smart" für den TV könne man keine Werte schaffen. Roku, so haben es das "Wall Street Journal" zuerst und danach noch viele andere gemeldet, will zusammen mit seinen Playern und den vielen weiteren tollen Streaming-Ideen bis zum Jahresende an die Börse gehen. Eine Milliarde Dollar soll Roku den Aktionären dann mittlerweile wert sein- und damit den "StartUp"-Status "Einhorn" erreichen.

Auf 15 Millionen aktive User und sieben Milliarden gestreamte Programmstunden im ersten Halbjahr verweist Roku stolz und liegt damit nach Analysten-Schätzungen auf dem US-Markt für Streaming-Player hinter Googles Chromecast und nur noch knapp hinter dem Apple TV-Würfel auf Platz drei.

Marktstudien begründen ja zunehmend die Annahme, dass die kleinen Zusatzgeräte für Fernseher nur eine Übergangs-Technologie darstellen, sozusagen als eine Art Gehirn-Schrittmacher, bis die Smart-TV wirklich "smart" sind. Und auch da ist Roku mit seinem Smart TV-Betriebssystem schon sehr gut auf die Zukunft vorbereitet.

Es gibt ja zwei verschiedene Motivationen für einen Börsengang. Manchmal wollen die Besitzer ihre erfolgreiche Gründung nun einfach zu Geld machen. Und manchmal sind sie auf der Suche nach neuem Kapital für die rasche weitere Expansion in einen noch unerschlossenen Markt.

Es wäre doch toll, wenn auf Roku die zweite Variante zuträfe. Derzeit gehört der innovative Player vor allem institutionellen Investoren aus dem Medien-Bereich. Da sind illustre Namen wie Hearst darunter, die das schnelle Geld gewiss nicht brauchen. Und hier bei uns, in Mitteleuropa, wäre für ein tolles Produkt wie Roku auf dem Streaming-Markt durchaus noch Platz.

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