"Versailles" mit "Szenen" - Europa kann Serie (8)

"Versailles". Foto: obs / Sky Deutschland

Sie gilt als die bisher teuerste und aufwendigste Serienproduktion in Europa: "Versailles". So rund 30 Millionen Euro soll Canal+ allein die erste Staffel gekostet haben. Nun ist schon die zweite Staffel der opulenten Historien-Serie um den Aufstieg des jungen Sonnenkönigs Ludwig XIV synchronisiert und kann Deutsch. Das ist besonders bemerkenswert- denn Frankreichs Sonnenkönig spricht im "Original" Englisch. Aber egal: Ab Pfingstmontag sind wöchentlich um 20.15 Uhr jeweils zwei neue Episoden auf Sky Atlantic HD zu sehen. Darüber hinaus stehen die neue sowie die erste Staffel auf Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket auf Abruf bereit.

"Berauschende Bilder, opulente Kostüme, eine faszinierende Geschichte um politische Intrigen, Liebe, Lust und Betrug, die an Originalschauplätzen gedreht wurde: 'Versailles' ist eine faszinierende Historienserie", so wirbt Peter Schulz, "Senior Vice President Programming & Planning" bei Sky Deutschland.

Ja. Und es gibt auch "Szenen". Nicht nur die Amerikaner können das. Die Engländer, wie immer etwas seltsam, haben nachgezählt und kamen auf dreißig- allein in den zehn Episoden der Staffel eins. "Das ist die pornografischste Serie, die die BBC jemals ausgestrahlt hat", so habe "ein Insider" "The Sun" berichtet. Ein wenig spießig und kleinkariert ist das schon. Es heißt schließlich nicht ohne Grund "Leben wie Gott in Frankreich"- und nicht "wie ein Windsor in England".

Die erste Staffel von "Versailles" beschrieb den Beginn des Aufstiegs von Ludwig XIV zum absolutistischen Herrscher Frankreichs sowie das prunkvolle und ausschweifende Leben des Adels. Die Handlung der zweiten Staffel setzt nun vier Jahre nach der ersten ein: Ludwigs Palast vor den Toren von Paris wird immer größer und prunkvoller, genau wie seine politische Macht. Doch je mehr er den Adel in Schach hält, desto größer blühen im Verborgenen der Hass und die Intrigen seiner Widersacher. Na ja- und dann gibt es da ja noch das prunkvolle und ausschweifende Leben des Adels. Und von Ludwig, natürlich.

Die Entscheidung, die Serie am Original-Schauplatz in Frankreich, aber in englischer Sprache zu drehen, sorgte in Frankreich für hitzige Debatten. Die Produzenten rechtfertigten dies mit der Tatsache, dass die hohen Produktionskosten nur mit internationaler Beteiligung zu decken seien. Nur Netflix kann sich anscheinend "internationale" Serien auf französisch leisten. Obwohl französisch... Ach, lassen wir das. Ludwig XIV wurde fast 77 Jahre alt, 72 davon war er König. Davon ist erst ein Teil erzählt- weitere Staffeln erscheinen möglich.

Mögen die Spiele beginnen.

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