"House of SIM-Cards"? Telekom denkt über eigene Entertain-Serien nach

Foto: Telekom

Das könnte eng werden. Man muss ein wenig suchen in den Telekom-Materialien zur diesjährigen Hauptversammlung der Aktionäre- aber die Telekom macht ja so vieles. Tolle Sachen. In vielen Ländern. Und überall "vorn". Und eben auch Fernsehen. Dazu steht im "Brief des Vorstandsvorsitzende" an die Aktionäre kurz und bündig: "Zum Jahresende stieg die Zahl unserer TV-Kunden auf vier Millionen".

Es sollen aber fünf Millionen werden bis 2018, so hieß es noch vor einiger Zeit und bis 2018 ist es gar nicht mehr so lange hin. Trotzdem muss Tim Höttges die Zahl eigentlich nicht verstecken. Denn damals, 2014, waren es gerade einmal zwei Millionen Fernseh-Haushalte, die ihr Programm von der Telekom bekamen. Und bisher stimmt das Tempo ja eigentlich- jedes Jahr eine Million mehr. Das muss man in einem hart umkämpften Markt schließlich erst einmal schaffen.

Dafür tut die Telekom auch etwas. Im nächsten Jahresabschluss werden unter den "TV-Kunden" sicher auch Kunden des deutlich billigeren "StartTV" sein. Und für das preislich etwas anspruchsvollere "EntertainTV" könnte es sogar bald eigene Serien geben. So wie bei Netflix. Oder Amazon. Aber eben nicht bei Vodafone oder Freenet TV.

Neben dem Sport werde es bald bei Entertain auch Serien und Filme geben "die es bei anderen Anbietern nicht gibt", so verriet es jedenfalls Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme dem Journalisten Jörg Wagner. Man habe sehr gute Erfahrungen mit exklusiven Sport-Angeboten wie Basketball oder Eishockey gemacht, dies brächte definitiv neue Kunden. Und das erwartet man wohl auch von exklusiven Filmen oder Serien.

Allerdings sei eine solche Produktion sehr teuer- auch für eine Firma wie die Telekom. Gegebenenfalls werde man Serien oder Filme importieren- "aber wir gucken uns auch die Möglichkeit an, selber zu produzieren, hier in Deutschland".

Das könnte schon vor dem "Senden" ein spannendes Programm werden.

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