Gronkh vs. Landesmedienanstalt - auch er will kein "Rundfunk" sein

Screenshot: Twitch / GronkhTV

Ziemlich schlau. Sehr klug. Und absolut richtig. Wie schon vermutet, hat auch der größte deutsche Let's Player Gronkh Post von seiner zuständigen Landesmedienanstalt. Und wie uns das Fachmagazin "Gameswirtschaft" meldet, hat er ähnlich wie "PietSmiet" auch keine Lust auf die Beantragung einer "Rundfunklizenz". Sondern stellt über seinen Anwalt an die Gegenpartei die richtigen Fragen.

Zuerst einmal die, ob die Anstalt ihm nicht statt dessen seinen Antrag auf die Erklärung seiner "rundfunkrechtlichen Unbedenklichkeit" positiv beantworten könnte. Und vor allem: Er sei kein "Sender". Wenn es im vorliegenden Fall einen "Sender" gebe, dann sei dies ja wohl Twitch- und Gronkh liefere wie ein ganz normaler Produzent beim Fernsehen nur zu.

Diese Argumentation ist ziemlich cool- weil kaum widerlegbar. Es ist so. Und sie lenkt den Focus zurück auf die Landesmedienanstalten, warum sie mit ihrem Anliegen auf die "Kleinen" losgehen, statt auf den eigentlichen "Sender" Twitch oder auch YouTube. So wächst der Verdacht, dass es gar nicht um die Durchsetzung von "Rundfunkrecht" geht- sondern schlicht um die schleichende Etablierung der ziemlich irren Idee, dass Internet etwas mit "Rundfunk" zu tun hätte- und Landesmedienanstalten dort irgendeine sinnvolle Zuständigkeit oder Aufgabe besäßen.

Tja- und bei den Herren der eigentlichen "Sender" Twitch oder YouTube, also Amazon und Google, würde man dabei nicht auf verängstigte Hinterhof-Filmer, sondern auf sehr unangenehme internationale Anwaltskanzleien mit gewaltigen Ressourcen treffen.

Und was macht eigentlich PietSmiet? Der ist ziemlich naiv. Aber nett:

Kommentare