"Girlboss" ist jetzt die wohl am schnellsten beendete Netflix-Serie

Britt Robertson war nur eine Staffel lang "Girlboss". Foto: Netflix / Erica Parise

Netflix hat das Zögern bei der Beendigung von Serien anscheinend endgültig abgelegt. Bei "Marco Polo" wurde einst versucht, mit der Star-Power von Michelle Yeoh und einer zweiten Staffel das ebenso aufwendige wie qualitativ umstrittene Projekt irgendwie noch zu retten, bevor es dann doch abgesetzt wurde. Mittlerweile trennt man sich ohne viel Aufhebens von vielleicht nicht ganz so gelungenen Werken.

Jetzt hat es nun "Girlboss" getroffen- gerade mal zwei Monate nach der Premiere hat das Serien-Vorbild Sophia Amoruso per Instagram wissen lassen, dass es nicht weiter geht. Es dürfte das bisher schnellste Serien-Ende auf Netflix gewesen sein.

Man kann es ja immer nur vermuten, da Netflix keine Abrufzahlen veröffentlicht. Girlboss könnte eine "Show für ein kleines Publikum" gewesen sein, wie Ted Sarandos von Netflix es beim Thema "Sense8" so schön umschrieb. So oder so: Amoruso, die mit 28 Jahren bereits ihr millionenschweres Internet-Modeimperium "Nasty Gal" aufgebaut hatte und sich mittlerweile dank ihrer Memoiren stolz "New York Times Bestselling Author" nennen kann, wird damit leben können. Oder sogar wollen.

Denn "Nasty Gal" ging 2016 in Insolvenz und viele Fragen blieben offen. Es hätte also eine sehr spannende zweite Staffel werden können. Aber vielleicht, das ist die zweite Vermutung, war diese ja niemals geplant. Ob Girl oder nicht Girl: Bosse kommen und gehen. Wer wen gekündigt hat, das müssen nicht alle wissen. Und Michelle Yeoh hat statt "Marco Polo" auch längst etwas Neues gefunden- sie war mit den "Guardians" in der "Galaxy" und darf bald auf Netflix ein "Star Trek"-Raumschiff kommandieren.

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