"Game of Thrones": Vier Fortsetzungen möglich- Amazon Prime verliert HBO-Serien in den USA

Im Sommer reitet das "Game of Thrones" in die siebte Staffel.  Foto: obs / Sky Deutschland

Gestern war "Star Wars Day" und ich habe das mit "Rogue One: A Star Wars Story" natürlich angemessen zelebriert. Wieder ein schöner "kleine Jungs"-Film aus dem rasant expandierenden Jedi-Universum und eigentlich ist "Rogue One" (Achtung, Spoiler!) eher traurig, denn alle neuen Helden müssen sterben.

Vielleicht niemals wird dagegen "Star Wars" sterben- das Film-Universum ist unter Disney-Regie auch nach dem achten Film lebendiger denn je und es ist keine gewagte Prognose: Egal ob "Prequel", "Sequel" oder sonstige Ableger: Weitere Filme werden folgen. Viele weitere Filme. Sozusagen eine Kino-Serie.

Keine gewagte Prognose ist auch die Vorhersage, dass das Universum von Westeros nicht sterben wird. Denn auch wenn das derzeit laufende "Game of Thrones", wie angekündigt, vor einer Entscheidung steht und nach der im Sommer startenden siebenten Staffel nur noch eine achte und letzte Staffel bekommen wird- das Lied von Eis und Feuer wird weiter gesungen werden, irgendwie. Und ob das dann als "Prequel", "Sequel" oder als eine völlig neue Geschichte aus den sieben Königslanden daherkommt, ist eigentlich auch egal. HBO wird sein erfolgreichstes Pferd sicher weiter reiten, so lange es läuft.

So war es auch nicht überraschend, als in dieser Woche Neuigkeiten zum Thema Westeros von HBO zu hören waren. Überraschend war nur: Nicht nur ein neues "Game of Thrones" wird von der Qualitäts-Serienfabrik auf eine mögliche Eignung untersucht, sondern gleich vier. Das bedeutet noch nicht, dass bald vier verschiedene "Game of Thrones" über das ganze Jahr verteilt laufen. Jedenfalls noch nicht. Man warte derzeit beim PayTV-Kabelkanal auf die vier verschiedenen Drehbücher renommierter Autoren und treffe dann Entscheidungen, so der "Hollywood Reporter".

Und noch etwas Interessantes gab es diese Woche vom HBO-CEO Richard Plepler zu hören: Amazon Prime verliert in den USA die HBO-Serien- weil HBO sich vor allem auch bei Amazon im Rahmen des "Partner"-Programms als "Channel" für 14,99 Dollar viel zu gut verkauft. "Angesichts des Erfolgs und der Umsatzerlöse in unserem eigenen digitalen Geschäft glaube ich nicht, dass wir unsere Präsenz in der Bibliothek von Amazon verlängern oder ausbauen werden und wir haben keine Pläne, dies über den Vertragsablauf Ende des nächsten Jahres hinaus zu tun", so Plepler.

Nun ist das "Game of Thrones" auch bei Amazon in den USA nicht "Prime", sondern nur weniger aktuelle HBO-Serien, wie zum Beispiel "The Newsroom". Beim Vertragsabschluss mit HBO im Jahr 2014 könnten solche Hoffnungen für die Zukunft aber durchaus eine Rolle gespielt haben.

Bei uns bleibt auch in Zukunft Sky das "Home of HBO" und Westeros bleibt sowieso weiter blutig. Und Amazon wird wohl mit "Prime" den teuren Netflix-Weg ohne die Programme der anderen gehen müssen- sie tun es ja auch schon.

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