"The Fast and the Furious" sind aus NRW: Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei

Foto: RTL / Gordon Mühle

Warum gucken die Leute das? Keine Ahnung. Aber es ist geil. Wer hat's erfunden, Vin Diesel? Sechs Jahre vor dem ersten "The Fast and the Furious"-Blockbuster, 1995, gab es bei RTL den ersten "Alarm für Cobra 11". Und dass die Serie großes Hollywood ist, das merkt man doch schon beim Realitäts-Check: Immer wenn ich auf den Autobahnen in NRW unterwegs bin, dann ist vor mir Blech, hinter mir Blech und gemeinsam fahren wir langsam. Und freuen uns, wenn wir überhaupt fahren.

Heute Abend starten die tollen "Autobahn-Polizisten" jedenfalls in ihre 30. (!) Staffel und all die ewigen Kritiker und Nörgler sollten deshalb schweigen und vielleicht zu Ehren der Macher ein Räucherstäbchen anzünden. So etwas gibt es schließlich nicht allzu viel im deutschen Fernsehen. Eigentlich gar nicht. Und privat finanziert ohne Rundfunkbeitrag überhaupt gar gar nicht.

Zum Auftakt der brandneuen Staffel führt es die Helden in den wohlverdienten Campingurlaub nach Rügen. Doch selbst in den Ferien können Semir (Erdogan Atalay) und Paul (Daniel Roesner) es nicht lassen - und geben ordentlich Gas. Für Paul bedeutet das: Ran ans Kite und rauf auf die See, Semir hingegen traut Pauls altem Kumpel und Mentor Wolfgang (Markus Knüfken) keinen Meter über den Weg und ermittelt hinter dem Rücken seines Partners. Tatsächlich ist Wolf in die Jagd nach dem Gold eines historischen Wracks in der Ostsee verwickelt, die auch unsere Autobahnhelden ins Schwitzen bringen wird.

Und es bleibt spannend in der neuen Frühjahrsstaffel: Nach dem an Action reichen Urlaub wartet auf die Helden der ganz normale Wahnsinn auf den Autobahnen im deutschen Westen. Wilde Verfolgungsjagden mit einer Menge Blechschäden, die Begegnung mit einem Killer, der es auf Jennys (Katrin Heß) Vater abgesehen hat oder eine junge Geldtransport-Räuberin sorgen für reichlich Nervenkitzel. Außerdem werden Semir und seine Tochter Dana (Gizem Emre) Opfer einer hochdramatischen Geiselnahme.

Hier noch über 20 Jahre "Alarm für Cobra 11" in Zahlen und Fakten:

• bisher 326 Folgen - das entspricht mehr als 14.670 Filmminuten
• Acht Partner gab es für Erdogan Atalay: Johannes Brandrup (als "Frank Stolte"), Mark Keller (als "André Fux"), René Steinke (als "Tom Kranich"), Christian Oliver (als "Jan Richter"), Gedeon Burkhard (als "Chris Ritter"), Tom Beck (als "Ben Jäger"), Vinzenz Kiefer (als "Alex Brandt") und seit 2016 Daniel Roesner als "Paul Renner"
• Sieben "Taurus World Stunt Awards" gab es für die Cobra, action concept, die Produktionsfirma, gewann den Action-Oscar sogar schon neun mal
• über 5.500 geschrottete Fahrzeuge
• über 1.250 verhaftete Gangster
• gut 4 Tage Vorbereitung für jeden Stunt
• rund 400 verschlissenen Reifen für Tests und Drehs pro Staffel
• ungefähr 30 Tonnen Stahl werden pro Staffel für Spezialkonstruktionen verbraucht
• ca. 100 Mitarbeiter am Set werden pro Action-Dreh benötigt
• bis zu 16 Kameras halten einen Stuntszene aus allen erdenklichen Perspektiven fest
• durchschnittlich 20 Folgen werden pro Jahr produziert
• in über 120 Ländern feiert die Cobra Erfolge, drunter: Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Lettland, Estland, Litauen, Türkei, Polen, Spanien, Italien und sogar in Mexiko, Russland und China, Japan, Südkorea
• Neun Millionen Euro kostete der wertvollste "Gast-Star" auf vier Rädern - ein Fulda Exelero, die Sportvariante des Maybach 57
• Die größte Explosion aller Zeiten gab es bei einem Überschlag eines 15 Meter langen Tanklasters in der Frühjahrsstaffel 2016. Dafür wurden 200 Liter Benzin und sechs Kilo Sprengstoff verwendet. Nach mehreren Wochen Planung wurde der Stunt am Drehtag auf der Filmautobahn in Aldenhoven sieben Stunden lang von einem 17 köpfigen Team vorbereitet. Für die Sicherheit sorgten zwei Feuerwehrwagen mit einer zehnköpfigen Besatzung.

Okay, das reicht. Jetzt wissen wir, warum  die Leute gucken. Aber was für ein Auto ist eigentlich ein "Vin Diesel"? Heute Abend geht's weiter- auf RTL.

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