Psst- und ganz leise: Coachella live scheint für uns möglich

Screenshot: YouTube / Coachella

Psst... Nicht so laut! Bloß keinen aufwecken. Hach- das ist wie früher, als wir einen halben Meter kürzer waren und nachts aus dem Kinderzimmer schlichen, um einen wegen der gnadenlosen Brutalitäten für Deutsche im Fernsehen erst nach Mitternacht zumutbaren "Dracula"-Klassiker in schwarz-weiß zu gucken, während die Eltern schon schliefen. Manchmal hat es geklappt. Manchmal nicht.

Also: Nicht so laut- dann könnte es klappen. So wie YouTube den Livestream nach Deutschland gebracht hat, ganz leise. Und mittlerweile haben sie sich ja sogar mit der GEMA geeinigt. Der Weg nach Coachella scheint selbst für Deutsche nun endlich frei- YouTube spielt mit und zeigt das Riesen-Event auch in diesem Jahr wieder "for free" und hat es nicht als echten "Premium"-Content hinter der "Red"-Bezahlschranke versteckt.

Wenn wir jetzt nicht so viel Krach machen, dann kann nicht mehr viel schief gehen. Die großzügig aus Rundfunkgebühren bezahlten Mitarbeiter der Landesmedienanstalten planen nach getaner schwerer Arbeit jetzt bestimmt für Oster-Urlaub und "Brückentage". Die Chancen sind gut, dass sie keine Aufforderung ins Coachella Valley schicken, man möge doch eine deutsche "Rundfunk"-Lizenz beantragen. Wenn wir sie nicht wecken.

Beyonce ist leider im Mutterschaftsurlaub und erst nächstes Jahr wieder dabei. Dafür springt Lady Gaga ein. Kendrick Lamar, Radiohead, Lorde, Bon Iver, the xx, Future, ScHoolboy Q, Two Door Cinema Club, New Order, und Gucci Mane sind da. Überraschungen soll es auch geben. Und es gibt "Yuma tent". Das soll eine neue "Untergrund"- Dance Music sein- ihr Jüngeren müsst wissen, was das ist. Für mich hört sich "Yuma tent" sehr befremdlich an.

Aber egal. Vom 14. bis 16. April überträgt YouTube live, was das Zeug hält, auf dem "Coachella"-Kanal. Mehrere live-Kanäle, 360°-Features, Interviews, what ever. Dann dürft ihr auch laut stellen und Krach machen. Die Spielverderber sind weg.

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