Also doch: Smart-TV sind die Zukunft des Fernsehens

Foto: LG

LG freut sich gerade darüber, dass Netflix die neuesten UHD-SmartTV des Herstellers "empfohlen" hat. "Selbstverständlich sind wir stolz darauf, dass unsere 2017er Modelle erneut als 'Netflix Recommended TVs' ausgezeichnet wurden", so Brian Kwon, President von LG Electronics Home Entertainment. "Auszeichnungen wie diese sind für uns zusätzliche Motivation, unseren Kunden den Zugang zu 4K-Inhalten so einfach und bequem wie möglichen zu gestalten."

Das flott laufende aktuelle LG-Betriebssystem webOS 3.5 ist eines von gerade mal drei SmartTV-Betriebssytemen, die Netflix in diesem Jahr "empfiehlt".

"LG ist eines der führenden Unternehmen, wenn es darum geht, Netflix-Inhalte performant auf Smart TVs widerzugeben", so die Begründung von Scott Mirer, "Vice President Device Partner Ecosystem" von Netflix. "Die Netflix Recommended TVs von LG setzen diese Tradition fort und bieten unseren Mitgliedern einen noch höheren Genuss unserer Inhalte."

Die "Netflix-Taste" wird beim Streaming-Riesen natürlich auch gern gesehen. Aber vor allem soll bei der Vergabe des Netflix-Siegels die Performance eines Betriebssystems ausschlaggebend sein. Und neben LG's webOS schaffen es da nur noch Samsungs "Tizen" und Sonys Android-TV bis ins Ziel. Und vielleicht könnten sich die Investitionen der Fernsehgerätehersteller in das Thema "Smart" beim TV in absehbarer Zukunft nun doch noch auszahlen.

Denn immer mehr Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass der Smart-TV die vielen Skeptiker einfach ignoriert und nun den endgültigen Siegeszug in die Haushalte antritt. So erwarten die renommierten Marktforscher der NPD Group bis 2019 für die USA die unglaubliche Anzahl von 238 Millionen angeschlossenen Geräten, die die Amerikaner in irgendeiner Form mit Streaming-TV aus dem Internet versorgen. Und das kontinuierliche rasante Wachstum wird auch von den Streaming Media Playern vorangetrieben, ja- aber noch mehr durch Smart-TV.

Insgesamt würde es gegenüber dem Jahr 2015 dann 59 Prozent mehr angeschlossene Geräte in den USA geben und 35 Prozent des Wachstums würden auf Streaming Media Player entfallen, aber 45 Prozent auf Smart-TV. Immer mehr Haushalte hätten dann auch mehrere angeschlossene Geräte zur Auswahl, so John Buffone, Executive Director und Industrie-Analyst für NPD Connected Intelligence. Das könnte für manche Geräte eine geringere Nutzung bedeuten.

Was heißt das nun? Ganz einfach: SmartTV sind die Zukunft des Fernsehens. Die vielen kleinen Zusatzgeräte werden oft nur deshalb genutzt, weil der Fernseher selbst deren Funktionen nicht oder nur in mangelhafter Qualität bietet. Das können die Hersteller der smarten TV-Geräte aber ändern- indem sie ihre Betriebssysteme weiter so rasant verbessern wie in der letzten Zeit oder ganz einfach die Lösungen von Google, Roku, Amazon & Co. einbauen.

Deshalb hat zum Beispiel auch Apple-TV keine Zukunft. Erst dann, wenn sie eine Lösung anbieten, die aus einem großen Bildschirm, einer Fernbedienung und sonst gar nichts besteht- erst dann spielt auch Apple wieder um die Zukunft des Fernsehens mit. Google, Roku oder auch Amazon bieten das schon.

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