Will Smith ist der Star in "Bright"- und zwar "nur auf Netflix"

Foto: Netflix / Scott Garfield

Wir kennen sie, diese Orks. Eigentlich sind sie in Mittelerde zu Hause und in der Regel sind sie nicht nett. Schon gar nicht kann man sie sich als ehrbare Hüter des Gesetzes vorstellen. Auch Will Smith, den "Man in Black", kennen wir alle. Seit er mit "After Earth" die Kinokassen nicht wirklich plündern konnte, ist er vielleicht nicht mehr der Über-Mega-Star. Aber so schlecht, wie von der Kritik herbeigeredet, lief zum Beispiel die "Suicide Squad" dann doch nicht.

Jetzt ist der erste Trailer für "Bright" da. Will Smith spielt einen Polizisten in L.A.- allerdings in einem L.A., in dem Feen, Elfen und eben Orks zusammenleben, also quasi einem kalifornischen Mittelerde der Neuzeit. Und Will Smith bekommt einen "orkischen" Polizeikollegen zur Seite.

Man mag die Idee nun mögen oder nicht- aber mit einem soliden Budget von 90 Millionen Dollar sind alle Voraussetzungen für einen weiteren Fantasy-Blockbuster gegeben. Okay, nicht die ganz große Liga der Avengers oder Transformers, aber mindestens so mittel. Okay, auch Hollywood leidet unter der Inflation, aber das Budget des einstigen Mega-Blockbusters "Men in Black" lag vor zwanzig Jahren bei genau dem gleichen Betrag- 90 Millionen Dollar.

Die "Men in Black" spielten dann mehr als eine halbe Milliarde Dollar ein- vor allem an den Kinokassen. Das wird bei "Bright" anders sein. Denn "Bright" ist ein Spielfilm für Netflix. Und zumindest erst einmal exklusiv und ausschließlich dort soll er ab Dezember zu sehen sein.

Das ist so etwas wie eine Zeitenwende. Netflix gibt nicht mehr nur für größere Serien-Projekte wie "The Crown" oder das "House of Cards" Summen in dieser Größenordnung aus. Sondern jetzt auch für einzelne Filme, die dann mit Stars der ersten Kategorie unter den gleichen Produktionsbedingungen wie klassische große Kino-Produktionen produziert werden können. Und Netflix hat mit seinem globalen PayTV-Netzwerk einen neuen Weg gefunden, der dies refinanziert.

Das verändert das gesamte globale Filmgeschäft. Und Amazon, wo man bei Kinoproduktionen noch auf den klassischen Weg setzt, könnte bald folgen.

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