Sie haben "The Defenders": Netflix klagt gegen EU-Kommission

"Marvel’s Iron Fist" Foto: Netflix / Myles Aronowitz

Amazon wird wohl stillschweigend bezahlen. Jedenfalls, wenn man der "Berliner Zeitung" glauben darf. Aber Netflix nicht. Das könnte vielleicht sogar Präsident Trump gefallen. Der Europäische Gerichtshof hat eine Klage vorliegen, eingereicht am 22. November 2016, Rechtssache T-818/16. Netflix klagt gegen die Europäische Kommission.

Das Gericht, so Netflix, müsse den Beschluss der EU-Kommission vom September letzten Jahres zum deutschen Filmförderungsgesetz wieder aufheben. Dafür macht Netflix immerhin sechs Klagegründe geltend. Der Rest ist "Boston Legal". Wir werden sehen.

Warum leistet Netflix Widerstand und Amazon nicht? Netz-TV hat da eine Vermutung. Während Amazons Helden oft ( Darf man das sagen? Ist das politisch korrekt? ) na ja, ein wenig tuntig anmuten, hat Netflix jede Menge Superhelden von Marvel. Vergesst es, ihr Deutschen. Wer an den Geldspeicher von Netflix will, um "Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz (FFG)" zu kassieren- der muss erst an denen vorbei. Der Nächste, den sie gerade anheuern, heißt übrigens "Iron Fist". Eiserne Faust- das sagt doch schon alles. Am 17. März fängt er mit "Staffel eins" an.

Netflix-Mitglieder dürfen sich auch auf die zweite Staffel von Marvel’s Daredevil freuen. Jessica Jones ist schon an Bord und Luke Cage nicht weit. Die Serie "Marvel’s The Defenders" führt dann alle Hauptcharaktere der genannten Serien in absehbarer Zeit in dreizehn einstündigen Folgen zusammen. Und: Sogar Sigourney Weaver, die Frau vor der selbst Aliens Angst haben, ist dann mit dabei.

Und Amazon? Hat gerade den "Paten" im "Prime"-Programm. "Sie sind schwach", so würde Don Vito hauchen. "Biete ihnen unsere Hilfe gegen Beteiligung an".

Was auch passiert und wie es auch ausgeht, ihr Film-Förderer und EU-Bürokraten: Gegen "Defenders" von Marvel habt ihr bestimmt keine Chance.

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