Schlechte Zeiten für Piraten: Google und Bing verbannen illegale Streams

Foto: Google

Ich wage mal die Prognose: Solche immer wieder gern genommenen Nachrichten werden wir bald so nicht mehr haben. Die Zeiten für Piraten aller Art werden härter und vielleicht ist das fröhliche Leben abseits der Gesetzes-Paragraphen unter dem Totenkopf auch bald vorbei.

Captain Jack Sparrow alias Johnny Depp muss im Mai dieses gewiss komplizierten Jahres "Salazars Rache" fürchten. Das oberste Gericht Neuseelands hat gerade die Auslieferung von Kim Dotcom ins neue "Reich des Bösen" Donald beschlossen und wir wagen uns noch gar nicht vorzustellen, was dem doch gewiss unschuldigen deutschen Jungunternehmer dort droht. Und jetzt hat Google in Großbritannien auch noch ein Abkommen mit Bing (!) vereinbart, welches gewiss ebenso unschuldige Webseiten mit der Verbannung ins hintere Nirwana der Suchergebnisse bedroht, wo sie niemand mehr finden kann. Nur, weil sie vielleicht irgendwelche Filme anbieten und deren Macher und Besitzer davon vielleicht nichts wissen.

Das "Büro für geistiges Eigentum" der britischen Regierung habe die Vereinbarung zwischen den Suchmaschinen vermittelt, so heißt es bei Variety. Und sie gilt vorerst nur für Großbritannien. "Manchmal suchen Leute irgendetwas und landen ungewollt bei einem raubkopierten Inhalt", so Eddy Leviten von der "Alliance for Intellectual Property", der britischen Lobby der Unterhaltungsindustrie zum Thema. Und genau das soll eben in der Zukunft verhindert werden.

Ich denke mal, es wird nicht bei Großbritannien bleiben. Auch das deutsche Landgericht Hamburg hat mit einem vielbeachteten Urteil zur "Linkhaftung" erst kürzlich eine weitere Front gegen Filmpiraten eröffnet. Man soll die Inhalte in Suchmaschinen nicht mehr finden und die "Hilfe" von Webseitenbetreibern in Form von Links wird strafbar. Nach und nach werden so die Piraten von ihren Absatzmärkten abgekoppelt.

Irgendwann ist jede Party mal "over". Und wenn in diesem Fall dafür eine neue Party bei den Filmproduzenten anfängt, weil jetzt mehr Geld bei ihnen ankommt- sorry, liebe Piraten: Dann ist das okay. Ich würde aber den kreativen Einfallsreichtum von Captain Jack Sparrow nicht unterschätzen. Auch Salazar sollte das nicht tun:

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