OLED oder LCD-TV? LG setzt auf beides- und ein "Sicherheitszertifikat"

LG "Signature" OLED-TV Foto: LG

Es war ja so schon auf der CES in Las Vergas vor knapp zwei Monaten zu sehen: LG überlässt die schwierige Entscheidung "OLED oder LCD-TV" seinen Premium-Kunden. In Seoul stellte der südkoreanische OLED-Pionier in dieser Woche das "Linup" 2017 für die zahlungskräftigeren Fernsehgeräte-Käufer vor.

Sowohl der Aufsehen erregende "Wallpaper" LG Signature OLED TV als auch die "Super UHD TV mit Nanozellen-Technologie" gehen in den nächsten Wochen in den Verkauf und sollen beide zu Beginn des zweiten Quartals auch weltweit zu haben sein.

Über die Preise ist noch nichts bekannt- es sind "Premium-Geräte", die sich, so ist gewiss zumindest erst einmal der Plan, von den aktuellen Rabattschlachten fernhalten sollen. Also: Nicht für arme Kunden.

"Unser TV-Linup 2017 bietet modernste Display-Technologien, die die bisherigen Grenzen des Fernsehens überwinden", so Brian Kwon, Präsident der LG Electronics Home Entertainment Company. "In diesem Jahr werden wir den gehobenen TV-Markt mit einer Dual-Premium-Strategie weiter ausbauen, die auf unseren unvergleichlichen OLED-TV's und bahnbrechenden SUPER UHD-TV's mit Nanozellen-Display basiert. Mit diesen innovativen TV-Produkten können unsere Kunden das beste Home Entertainment-Erlebnis genießen, das die Branche zu bieten hat."

Ja. Aber die schwierige Entscheidung "OLED oder LCD-TV" müssen sogar reiche Kunden jetzt selbst treffen. Dafür gibt es an anderer Stelle einen Fortschritt: Bei der Datensicherheit.

Es war ausgerechnet ein LG-Fernseher, der kürzlich zu dem zweifelhaften weltweiten Ruhm gelangte, der möglicherweise erste mit Schadsoftware infizierte Smart-TV zu sein. Natürlich war es ein älteres Modell mit nicht mehr gepflegtem Betriebssystem. Aber der Fall zeigt Handlungsbedarf. Und zumindest LG handelt.

Die neueste Version des LG webOS 3.5 Security Manager ist jetzt von Sicherheitsexperten der UL (Underwriters Laboratories) als einer der ersten Smart-TV im Bereich Cybersecurity zertifiziert worden. UL’s "2900-1 Cybersecurity Assurance Program" (CAP) überprüft Software auf unterschiedliche Schwächen. So wurde der webOS 3.5 Security Manager auf Anfälligkeit und Schwachstellen gegen Malware, Schwächen in der Software und der Sicherheitskontrollen überprüft, um die Privatsphäre der Anwender zu schützen.

"Wir haben bei der Entwicklung unserer webOS-Plattform das Thema Sicherheit in den Vordergrund gestellt", so JH Hwang, Senior Vice President der LG Home Entertainment Company. "So freut es uns natürlich besonders, wenn die UL als anerkannter Experte im Bereich Sicherheit, unsere Maßnahmen so anerkennt. Nachdem eine wachsende Anzahl privater Endkunden immer mehr Geräte miteinander vernetzt, wird das Thema Sicherheit immer wichtiger. LGs webOS, eine der intuitivsten Plattformen im Smart-TV-Markt, wird auch in Zukunft Standards setzen, denen andere erst folgen müssen."

Na ja. Eine unabhängige Zertifizierung ist zumindest ein Anfang. Aber noch nicht die endgültige Lösung des Sicherheitsproblems bei Smart-TV. Je intelligenter und besser die neuen Fernseher werden und je mehr sie integrierter Bestandteil des "Smart Home" sind, um so wichtiger wird eine dauerhafte Lösung des Support-Problems für die Software aller beteiligten Geräte. Sonst kann ein "Smart Home" ganz schnell zum "Apartment of nightmares" werden. Gerade für reiche Kunden, die die schönen Spielsachen immer zuerst haben.

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