"Marco Polo" und mehr- jetzt auch ohne Netflix-Account

Foto: Netflix / Phil Bray

Es ist gerade mal ein Jahr her, da war es noch "kurios", dass Amazon für die Netflix-Serie "House of Cards" Werbung betrieb. Denn irgendwie ist man ja immer in diesem eingleisigen Konkurrenzdenken gefangen und Präsident Underwood gehört nun einmal nicht zu den "Originalen" von Amazon. Ja, aber verkaufen können sie ihn natürlich, wenn Netflix das möglich macht. Und nicht nur in der "realen" materiellen Welt, also zum Beispiel als DVD oder BlueRay. Sondern auch modern digital, also als Stream.

Mittlerweile ist das ganz normal und Alltag. Die erste Staffel "Marco Polo" ist bei Amazon käuflich zu erwerben und das wird auch wieder von Amazon beworben. Denn Konkurrenten wie "Maxdome", Google Play, Juke oder Sony's PlayStation Store verkaufen ihn auch. Eine Kundenbewertung hat die Serie bei Amazon noch nicht. Vielleicht gibt es erst wenige Kunden, es gibt auch Gründe, warum das vermutlich so bleibt..

Das ist aber nicht so wichtig. Netflix hat mehr Serien, immer mehr Serien und jetzt auch immer mehr Filme- der Bau des Todessterns schreitet voran. Die Produktions-Maschine wächst weiter und bei der Refinanzierung schauen alle immer nur auf die Abonnenten-Zahlen.

Okay, die Einnahmen aus anderen Quellen als dem Abonnement dürften bei Netflix im Vergleich noch sehr gering sein. Aber mittlerweile bringt man, natürlich sehr vorsichtig, um den Wert des Abonnements nicht zu schmälern, Inhalt um Inhalt auch in den freien Verkauf. So sind zum Beispiel auch drei Staffeln vom Netflix-Hit "Orange Is the New Black" überall zu haben. Die "Narcos" noch nicht. Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit.

Noch ist über bestimmte Ausnahmen hinaus kein Fall bekannt- aber auch die Lizensierung älteren Netflix-Materials an das gute alte Fernsehen erscheint für die Zukunft möglich. Ja, ich halte sie sogar für sicher.

Wenn man einmal überlegt, was der schnell wachsende Bestand an qualitativ guten Inhalten in den Archiven zukünftig zu den Netflix-Einnahmen beitragen könnte- erst dann erahnt man die Größe dessen, was da gerade entsteht. Denn auch die Abonnenten könnten davon profitieren- ganz einfach, weil dann möglicherweise noch mehr Geld für neue Produktionen zur Verfügung steht.

Neben den Serien-Hits wächst da vor allem auch mit Spielfilmen wie "iBoy" noch ein riesiges Potential.

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