Gegen "die Medien": Star-YouTuber "PewDiePie" schlägt zurück

Screenshot: YouTube / PewDiePie

"Die Geschichte ist wohl für YouTube, Disney und andere noch nicht vorbei", so das "Update" von Netz-TV zur Geschichte über die Verbannung des "GröYaZ", des "größten Youtuber aller Zeiten" PewDiePie von den ergiebigeren Werbeetats im YouTube-Universum. Mit "h3h3Productions" hatte sich ein erster größerer Kanal mit eine PewDiePie-Verteidigung auf der Plattform zu Wort gemeldet und das Video "ging viral", wie das so schön im Marketing-Sprech heißt.

Nun hat der Meister selbst geantwortet und sich dafür ein paar Tage Zeit gelassen. Das hat allerdings auch ausgereicht, um gelegentliche Formschwächen des Star-YouTubers in der letzten Zeit vergessen zu machen und es entstand ein fulminantes Werk. Das ist keine "Entschuldigung" für eventuell aus dem Ruder gelaufene Gags, wie man schon wieder hier und da liest und so PewDiePies Anklage wegen "aus dem Kontext gerissener" Berichterstattung der Medien sofort bestätigt bekommt. Es ist genau das, was man von ihm im Video sieht, wenn man bis zum Ende zuschaut- der "geheime Nazi-Gruß" an "die Medien der alten Schule". "PewDiePie" haut ordentlich drauf.

Denn die "mögen Internet-Berühmtheiten nicht, weil sie sich vor uns fürchten", so PewDiePie. "Wir haben so viel Einfluss und so viel Resonanz- und ich glaube, sie verstehen das nicht." Und dann nimmt er die Berichterstattung über ihn, insbesondere das "Wall Street Journal", dessen Bericht das Ganze wohl erst richtig ins Rollen brachte, nach allen Regeln der Kunst auseinander. Und zeigt dabei auch, warum Felix Kjellberg Abruf- und Abonnentenkönig von YouTube ist.

Gut fünf Millionen haben das auf YouTube schon gesehen und dafür mehr als eine Million mal "Daumen hoch" vergeben. Allein in der kurzen Zeit, in der dieser Blogpost entstand, kam mehr als eine halbe Million Abrufe hinzu. Es geht um ein Thema, dass auch Netz-TV lange schon umtreibt. Den neuen US-Präsidenten Trump so wütend macht, dass seine Auftritte immer skurriler werden. Ein Thema, welches auch ein deutsches Problem ist.

Es gibt ein absolutes Überangebot an Leuten, die den Journalisten und den Medien erklären wollen, wie sie ihre Arbeit richtig machen. Das kann "Netz-TV" nicht. Und "PewDiePie" ist auch nicht so wichtig. Nur ein weiteres Puzzle-Teil von so vielen. So viel muss deshalb sein: Langsam sollten Journalisten und Medien allgemein darauf achten, nicht zu einem undifferenzierten Feindbild für viele zu werden. Denn sie werden gebraucht.

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