Ampya: Musikfernsehen von ProSiebenSat.1 schaltet die Apps ab



Im modernen Neusprech unserer Tage heißt so etwas "Wir bauen um". Der Webmaster der einstigen "Zukunft des Musikfernsehens" Ampya von ProSiebenSat.1 nennt die Seite, die über die Neuigkeit informiert, dann aber "Goodbye FAQ". Und das trifft es erst einmal wohl deutlich besser.

"Zum 01. März 2017", so heißt es da, "werden wir unser Musikfernseh-Programm hier im Web und in unseren SmartTV- & Mobile-Apps auslaufen lassen. Wir bedanken uns bei unseren Zuschauern für ihre Treue! Was es bei Ampya Neues gibt, erfahrt ihr im Laufe des März auf unserer Website ampya.com."

Und für die Nutzer: "Deine Registrierungsdaten, Präferenzeinstellungen und Playlists werden zum 01.03.2017 endgültig gelöscht und können danach nicht mehr abgerufen werden; deine Daten werden selbstverständlich auch nicht anderweitig verwendet. Es ist technisch nicht möglich, deine Playlisten, Bewertungen oder andere Daten und Einstellungen zu exportieren."

Trotzdem soll Ampya irgendwie bleiben. Schließlich war die Plattform als Marke in der Zielgruppe präsent und bekannt. "Wir arbeiten fieberhaft am neuen Auftritt, der im Laufe des März unter ampya.com verfügbar sein wird." An die Stelle der eigenen Apps sollen wohl YouTube-Kanäle treten- in Zusammenarbeit mit dem Multichannel-Netzwerk Studio71, wie "DWDL" erfahren hat.

Von Ampya bis Viva war es wohl kurioserweise ausgerechnet die Einigung zwischen YouTube und der GEMA, die die Reste des einst so großen Musikfernsehens in die finale Krise gestürzt hat. Fast alle Videos der Musik-Welt sind jetzt auf der "großen" Google-Plattform zu finden und das macht Alternativen entbehrlich. Leider auch die eigentlich kreativen Alternativen wie Ampya.

Na dann. Glauben wir an den "Umbau":

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