"StarTrek" und "Axanar": Kalter Frieden in der Galaxie

Screenshot: YouTube - Star Trek Axanar

Nun ist es also doch noch irgendwie gelungen: Der Streit um die "StarTrek"-Rechte zwischen den Produzenten des Fan-Films "Axanar" sowie Paramount und CBS als den Eigentümern der "StarTrek"-Galaxien wurde wohl friedlich beigelegt. Aber "the Federation will stands united"? Wohl eher nicht.

Die Macher von "Axanar" dürfen ihren StarTrek-Film über die "Schlacht von Axanar" nun theoretisch doch noch machen. Aber nur streng nach den Regeln der Besitzer der Galaxie. Nicht einmal die paar Cents, die sie mit Werbung auf YouTube verdienen, werden ihnen gegönnt. Und "Axanar" darf nicht länger als 30 Minuten werden- in zwei Teile aus 15 Minuten getrennt.

Man darf wohl behaupten: Das war nicht der Plan. Die begeisterten Trekkies wollten Hollywood eigentlich zeigen, was in den unendlichen Weiten noch möglich wäre. Daraus wird unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen wohl eher nichts. Sie werden sicher nicht aufgeben. Aber der geplante echte "StarTrek"-Film wird es nicht.

Das ist schade. Sehr schade. Denn trotz gewaltiger Blockbuster steckt das StarTrek-Universum in einer Krise. Anscheinend völlig hilflos treibt die "U.S.S. Enterprise" auf ein schwarzes Loch der Kreativität ohne jegliche neue Ideen zu. Na ja. StarTrek ist StarTrek und StarTrek ist ewig. Auch aus einem schwarzen Loch kommen Kirk, Spock & Co. irgendwann gewiss hinten wieder raus. Aber solche Reisen durch die endlosen Weiten des Weltalls können dauern. Und das Warten ist es, was einen echten Fan am gewaltigsten nervt.

Selbst der Start der neuen Serie wurde von CBS gerade wieder nach hinten verschoben. Es gibt Gerüchte über Schwierigkeiten mit Cast oder Drehbuch. CBS sagt, weil sie es besser statt schneller machen wollen. Wir werden es sehen. Hoffentlich- irgendwann.

Statt die Macher von Axanar und ihre direkt aus dem Fan-Universum sprudelnde Kreativität trotz augenscheinlich großem Bedarf auch als eine Chance zu sehen, regieren noch immer Buchhalter in Hollywood. Aus den Ohren von Spock und der Stirn der Klingonen könnte "Axanar" ja einen Dollar rausquetschen, der ihnen zusteht. Das lässt für die nahe "StarTrek"-Zukunft nichts gutes ahnen. Aber die Sternzeit wird kommen. Die Crew hat schon ganz andere Bedrohungen gemeistert und überlebt.

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