Gestartet als Amazon-Experiment: The Man in the High Castle geht weiter

Mehr von "The Man in the High Castle" Foto: Amazon

Die Geschichte von "The Man in the High Castle" ist noch nicht fertig erzählt. Der erste Teil der dritten Staffel feiert voraussichtlich Ende 2017 Premiere, der zweite Teil erscheint Anfang 2018. Eric Overmyer ist bei der neuen Staffel der Showrunner und Executive Producer. Er übernimmt den Job von Frank Spotnitz. Der (oder Amazon ?) wollte nicht mehr.

"Die Erforschung von Charakteren an einem dunklen Punkt der Menschheitsgeschichte hat bereits unglaubliche Geschichten für zwei Staffeln geboten und ist noch immer aktuell", meint Joe Lewis, "Head of Comedy und Drama" der Amazon Studios. "Eric und sein Team leisten unglaubliche Arbeit das Seelenleben derer zu beschreiben, die darum kämpfen, in einer schlechten Welt Gutes zu tun. Wir freuen uns sehr darauf, unseren Kunden 2017 die dritte Staffel zur Verfügung stellen zu können."

In den USA war die Staffel zwei "das meist gesehene Amazon Original aller Zeiten am Premieren-Wochenende". Genauer: Bei den "Scripted Series". Unter die Kategorie fallen die "Bad Boys" Clarkson, Hammond und May nicht. Sie können also aufatmen. Sie bleiben vorn.

"The Man in the High Castle" basiert auf dem Roman "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick, dessen alternative Weltgeschichte 1962 mit dem Hugo Award ausgezeichnet wurde. Sie geht der Frage nach, was passiert wäre, wenn die Alliierten den Zweiten Weltkrieg verloren hätten. Während Deutschland in dieser alternativen Welt Großteile der Ostküste und Japan die Westküste kontrolliert, sind die Rocky Mountains zu einer "neutralen Zone" geworden - und zur Heimat für den Widerstand. Der wird von einer mysteriösen Figur geleitet, bekannt als "der Mann im hohen Schloss". Während manche Bürger gegen die Angst, die Unterdrückung und die Ungleichheiten ankämpfen, haben andere ihr Leben akzeptiert - so eingeschränkt und unerfüllt es auch sein mag. Nachdem eine Reihe geheimnisvoller Filme auftauchen, die eine alternative Welt zeigen, beginnen einige die herrschenden Umstände zu hinterfragen.

Seit dem Erscheinen des Bestsellers wurde immer mal wieder diskutiert: Kann man das nicht verfilmen? Dann hat man diese Idee wieder zu den Akten gelegt. Nicht Hollywood und auch nicht die großen TV-Networks hatten den Mut dazu. Amazon hat es gewagt und gewonnen- auch wenn man erst einmal den eher vorsichtigen Weg über die "Pilot Season" gegangen ist.

Jetzt hat Prime eine echte Serien-Marke mit Alleinstellungs-Merkmal. Das Einzige, was im Geschäft mit dem Fernsehen in Zukunft noch zählt. Solche Serienmarken gibt es gar nicht so wenig. Nur die ganz Großen wie "Game of Thrones" oder "Homeland" haben kaum noch Nachwuchs. Na ja- für diese Liga reicht es für "The Man in the High Castle" sicher noch nicht.

Ab morgen gibt es die Staffel zwei bei Amazon endlich auch deutsch synchronisiert. Und die Geschichte ist spannend genug, so dass wir wissen wollen, wie es in den verschiedenen Welten weitergeht.

Kommentare