Ein Sender wie Hidalgo: "Servus TV" läuft. Läuft nicht. Und läuft, läuft...

"Hidalgo" Foto: Servus TV

Zumindest für die Vollständigkeit ist zu berichten: "Servus TV" läuft auch 2017 in Deutschland noch. Das war ja nicht so ganz sicher. Irgendwie. Obwohl es im Oktober versprochen wurde. Nachdem man im August die Abschaltung für die Gebiete nördlich von Salzburg verkündet hatte. Und noch vorher, dass es weitergeht. Und davor, dass "Servus TV" ganz eingestellt wird.

Ob Commissario Montalbano auch weiterhin ermittelt? Vielleicht sogar komplizierte Fälle, wie den versuchten Mord an Fernsehsendern? Wir wissen es nicht. Was wir wissen, na ja, jedenfalls gefühlt ziemlich sicher, ist: Heute Abend, 20.15 Uhr, kommt bei "Servus TV" "Hidalgo- 3000 Meilen zum Ruhm". Hidalgo ist ein Pferd und sehr ausdauernd. So ausdauernd, dass es von einem Scheich zum 3000-Meilen-Wüsten-Rennen durch Saudi-Arabien eingeladen wird.

Das ist nicht so albern, wie es sich anhört. "Hidalgo" ist ein leidlich spannendes Filmabenteuer mit schönen Bildern. Der Film ist von 2004, also noch nicht in dem Alter, in dem man Pferden den Gnadenschuss gibt. Sehr ausdauernd anders. Das Bild passt für "Servus TV", dass "Arte" des Privatfernsehens- irgendwie.

Jetzt will man sogar wieder "massiv ins Programm investieren". Es aber grundsätzlich nicht ändern. "Qualitätsfernsehen aus dem Alpenraum mit Relevanz für ganz Deutschland"- so sieht man sich selbst. Das Problem, dass die eigentliche Zielgruppe des "Red Bull Media House" nicht bei den Servus TV-Machern zuschaut, soll wohl noch im Laufe des Jahres eine neue "crossmediale Plattform für die Servus TV-Inhalte" lösen. Na ja. Mal sehen.

Wir haben jedenfalls erst einmal auch weiterhin einen privaten Fernsehsender in echtem HD- ganz ohne "Plus". Das ist schön. "Red Bull Media House" produziert mittlerweile sogar des Oscars verdächtige Dokumentationen mit Leonardo DiCaprio für Netflix. Über Elefanten statt Pferde. Red Bull verleiht eben Flügel. Vielleicht auch dem "Arte des Privatfernsehens".

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