CES 2017: Roku TV als Smart TV-Betriebssystem erfolgreich in USA

Foto: Roku TV

Wir Technik-Freaks, das sollten wir nie vergessen, sind eine sehr eigene Art. Ständig auf der Suche nach den neuesten Tools, Apps oder Features für die so faszinierende digitale Welt. Die anderen da draußen sind aber anders. Sie suchen nach Lösungen. Lösungen, die sie auch brauchen. Möglichst zuverlässig, möglichst unkompliziert und möglichst preiswert. Was ihnen gefällt, nicht unsere Meinung, das bewegt wirklich den Markt.

Streaming-TV war bis vor einigen Jahren auch so ein Feature für Nerds. Dann kam Netflix. Das zeitversetzte Fernsehen aus der Cloud. Oder Amazon. Dass da draußen jetzt mehr ist, als das "alte" Fernsehen über Satellit oder Kabel- es hat sich herumgesprochen. Ganz normale Konsumenten sind jetzt auf der Suche nach Lösungen. Zuverlässig, unkompliziert, preiswert- so eine Lösung ist "Roku TV".

Bei uns gibt es den Roku-Player ja leider nur in der abgespeckten Version für Pay TV-Abonnenten als "Sky Online TV Box". Auf dem US-Heimatmarkt ist Roku aber eine viel größere Nummer. Seit mehr als einem Jahr baut man dort "Roku TV" auch als Betriebssystem in Smart-TV ein. Zuverlässig, unkompliziert, preiswert- und es ist wohl ein großer Erfolg.

Pünktlich zur CES 2017 kann Roku jedenfalls beeindruckende Zahlen vermelden. Mehr als 100 verschiedene Smart TV-Modelle mit "Roku TV inside" sind mittlerweile auf dem US-Markt zu haben. Stolze 13 Prozent beträgt jetzt der Marktanteil. Jeder achte verkaufte Smart-TV in USA ist ein Roku-TV.

"Roku bietet TV-Partnern eine unglaublich einfache, effiziente und kostengünstige Möglichkeit, um smarte Fernseher zu bauen, die beim Verbraucher ankommen", so Chas Smith, General Manager Roku TV & Players. "In diesem Frühjahr führen wir unsere neue 4K HDR-Plattform ein und freuen uns auf weitere Expansion und die Möglichkeit, noch mehr Partner und Verbraucher zu erreichen."

Mittlerweile bieten neben TCL auch Hisense, Hitachi, Insignia oder Sharp Roku TV- Modelle an. Und es kommt ein weiterer hinzu: "Die Roku TV-Plattform ermöglicht es, unseren Kunden die sehr beliebte und großartige Smart TV-Technologie zu einem unglaublich günstigen Preis anzubieten", freut sich Vlad Kazhdan, VP Merchandising bei Element Electronics. "Eine breite Palette an Unterhaltungsangeboten ist leicht über die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche von Roku zugänglich und unsere Kunden können darauf bauen, dass wir zusammenarbeiten, um neue Kanäle und Software-Updates zeitnah bereit zu stellen, so dass sie immer das aktuellste und beste Angebot haben."

Element Electronics ? Da war doch was? Die bauen nicht nur Roku- sondern auch den neuen Amazon TV. Um diese CES-Nachricht von gestern ist es noch erstaunlich ruhig. Denn von der CES berichten wohl hauptsächlich Technik-Freaks wie Netz-TV. Wir denken in Apple und Google und freuen uns über Tools, Apps, oder Features. Und haben dann komische hässliche Kästchen mit Kabeln rund um unseren TV.

Statt dessen sollten wir staunen, was ein so kleiner Anbieter wie Roku gegen so vermeintlich große Wettbewerber wie Apple und Google erreicht hat. Zuverlässig, günstig, preiswert. Keine Kabel, keine Kästchen. Dazu die Integration ins gerade entstehende Ökosystem von Echo. Zusammen mit Amazon Prime Video und der Marketing-Power des gigantischen E-Commerce-Konzerns- das ist dann der Amazon-TV.

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