CES 2017: OLED oder LCD-TV? Nein. "Modular", wie Xiaomi's Mi TV 4

Xiaomis Mi TV 4 Foto: Xiaomi

Mehr als ein Jahr nach der Vorstellung seines "modularen" TV-Konzepts hat es der kleine rote Pionier damit immer noch nicht bis zu uns geschafft. Aber zur CES 2017 ist Xiaomi erstmals in Las Vegas ganz groß mit dabei und bringt auch gleich den "Neuen" mit, den "Mi TV 4".

Das "modulare" Konzept bedeutet: Display und "Motherboard", also der ganze restliche Kram, sind getrennt und können auch einzeln erneuert oder ausgetauscht werden. Das Kostenargument für die Xiaomi-Idee gilt mehr denn je. Nur, dass im OLED und Riesenbildschirm-Zeitalter der Kostenanteil des Bildschirms am Fernseher eher noch über die einst veranschlagten 70 Prozent steigt.

Es ist also unvernünftig, den tollen Bildschirm auszutauschen, wenn er noch tadellos funktioniert- nur weil der "Rest" irgendwie kaputt ist oder aus Modernitätsgründen nicht mehr gefällt. Und siehe da: Auch wenn es natürlich mit Xiaomi rein gar nichts zu tun hat- der neue Super-OLED-TV von LG ist auch recht "modular". Obwohl es dafür nur einen denkbaren Grund gibt: Gute Ideen setzen sich durch.

Schöner, größer, flacher, bunter, schärfer- das ist der neue "Mi" natürlich auch. Und er klingt auch besser. Dolby Atmos und stolze zehn Lautsprecher sorgen für Schall. Warum es so schwer ist, ihn auch zu uns zu bringen? Weil er nicht nur "Hardware"-Module hat. Sondern noch mehr.

Auch auf dem "Mi TV 4" läuft "Patchwall", Xiaomis eigene Smart-TV-Plattform. Künstlich intelligent soll sie sein und sie liefert neben dem üblichen Fernsehkram, Streaming-Diensten und Blockbustern auch jede Menge eigene Inhalte von Xiaomi. LeEco und das "Ecosystem" lassen grüßen. Wir sollten ihre Ideen und Produkte trotzdem aufmersam studieren. Eines nicht allzu fernen Tages werden sie kommen- zusammen mit anderen, solchen wie Wanda. Und dann sollte Europa besser vorbereitet sein.

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