Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im Februar

Die Insel der besonderen Kinder Foto: Amazon / ©Twentieth Century Fox Home Entertainment

Tja. Ich weiß nicht. So richtig abheben tut für mich das Februar-Programm im Streaming-TV nicht. Aber vielleicht bin ich ja zu schwierig oder zu anspruchsvoll. Denn entsprechend den Regeln des Geschäfts gibt es "Die Insel der besonderen Kinder" bei Amazon genauso wie den ebenfalls ja noch brandneuen "Dr. Strange" natürlich noch nicht Prime-inklusive, sondern nur zur kostenpflichtigen Ausleihe oder zum Kauf.

Für die "Jurassic World" war das zum Beispiel von gut einem Jahr der Fall. Im Februar kommt die aktuellste Dinosaurier-Freßorgie, nein, natürlich der mega mega mega Blockbuster nun zu den Prime-Usern bei Amazon. Je mehr "mega", desto länger müssen wir meistens warten, so lautet die Regel. Also: Die besonderen Kinder vielleicht noch in diesem Jahr, "Dr. Strange" eher nicht und vielleicht auch gar nicht. "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie was man kriegt." Forrest Gump war in so vielem seiner Zeit weit voraus und kannte auch schon das Geschäftsprinzip des Streaming-Abonnements. Schaut doch mal wieder bei Forrest vorbei, wenn euch der Februar nicht gefällt. Aktuell läuft, läuft und läuft Forrest bei Netflix, Amazon und auch Maxdome hat ihn inklusive.

Aber nun zum Programm. "Jurassic World" ist sicher das Highlight bei Amazon Prime, aber es sind auch noch ein paar andere schöne Filme dabei. Gott existiert und lebt mit Frau und Tochter in einer Mietwohnung in Brüssel. Gott ist, nun ja- ein Arsch. Am Ende wird er nach Usbekistan abgeschoben und sucht dort nach einer Waschmaschine, durch die er zurück in seine Wohnung kriechen kann. An was erinnert uns das? Na klar. Und jetzt alle: "Always look on the bright side of life..." Wer Monthy Python mag, dem wird auch "Das brandneue Testament" von Jaco Van Dormael gefallen.

Mehr so professionell lustig a'la Hollywood sind "The Nice Guys". Und mit Russell Crowe, Ryan Gosling und Kim Basinger ziemlich teuer besetzt. Endgültig für Schluss mit lustig sorgt dann der "Machine Gun Preacher". Der Film ist nicht (nur) das, was man bei dem Titel und dem Namen Gerard Butler erwartet. Aber eben auf keinen Fall lustig.

"Before We Go" hieß auch mal "1:30 Train" und ist das romantische Regie-Debüt von "Captain America" persönlich, also Chris Evans. Zuschauer und Kritik waren sich allerdings weitgehend einig, dass er sich vielleicht mehr auf das Retten der Welt konzentrieren sollte. "Die Kommune" ist dänisch und von Thomas Vinterberg. Und bei "10 Cloverfield Lane" streiten sich die Fans noch, ob JJ Abrams hier tatsächlich von Dan Trachtenberg eine Fortsetzung von "Cloverfield" drehen ließ und damit ein weiteres "Film-Universum" begründete. Nicht gestritten wird darüber, dass das Werk gelungen ist und dass "Fred Feuerstein" John Goodman tatsächlich auch nicht lustig sein kann.

Dass Amazon bei den Serien im Februar richtig viel "Original" hat, haben wir ja hier schon ausführlich beschrieben. Zum "Sneaky Pete", zu "Z" und dem "Patriot" gibt es aber auch noch interessante Einkäufe. Zum Beispiel mehr "Navy CIS", "The Flash" oder "Vampire Diaries". Neu ins Programm kommen "DC's Legends of Tomorrow" und volle drei Staffeln "Türkisch für Anfänger" mit Lena und Cem, ähh Josefine Preuß und Elyas M'Barek. Lena und Cem lassen sich aber dann doch bis zum 1. März Zeit und sind damit schon kein Februar-Programm mehr. Na ja.

Der härteste Wettkampf des Universums- das ist es, was Netflix im Februar zu bieten hat. "The Ultimate Beastmaster"- was ist das eigentlich? Eine Game-Show? Reality TV? Nein- eine Mischung aus beidem. Kein geringerer als Sylvester Stallone bringt uns das spurlos in der Fernsehgeschichte verschollene "Spiel ohne Grenzen" zurück. Opa und Oma haben es einst gemocht.

Das ist bei Netflix natürlich noch nicht alles. Keine geringere als Drew Barrymore serviert uns die "Santa Clarita Diet". Ach herrjeh- schon wieder Zombies. Aber die "Diet" ist in Serie gruselig, geschmacklos und lustig zugleich. "The Sound of Your Heart"- er ist südkoreanisch. Eine Sitcom. Ich weiß gar nicht, ob man in Korea aus dem Hintergrund lacht. "White Nights" ist auch irgendwie asiatisch. Jedenfalls nach den Gesichtern im Bild. Wahrscheinlich ein Film. Und wie echte Ninjas schleicht sich das "Netflix Original" völlig ohne belastbare Vorinformationen heran.

Die Serie "Riverdale" ist nur bei uns ein "Netflix Original". Die CBS-Produktion basiert auf den "Archie" Comics. Da geht es nicht um Super-Helden, sondern um Teenies, die zur Schule gehen. Okay, einst gab es da auch "Sabrina, the Teenage Witch". Es ist aber kein "Schulmädchen-Report".

"Imperial Dreams" hat Netflix auf dem Sundance Film Festival gekauft und es geht um South Central L.A. Also: Nicht lustig. "Imperial" ja, aber kein Darth Vader, kein Todesstern. In "Girlfriend's Day" produziert und spielt immerhin Bob Odenkirk. Nein, nicht Saul Goodman, sondern "Ray". Aber lustig wird es doch. Und bei "Middle School: The Worst Years of My Life" sagt der Titel schon alles. Soll auch lustig sein.

Die Vielfalt von Netflix passt jedenfalls kaum noch in einen Blogbeitrag. Doku gefällig? "Abstrakt: Design als Kunst" schaut ziemlich gut aus. "Chef's Table" kocht sich durch "Staffel drei". Mit Staffel drei und seiner "Blacklist" kommt auch James Spader zu uns zurück. In "The Conjuring" kann man sich von der "Heimsuchung" heimsuchen lassen. Oder im Grusel-fast-schon-Klassiker "Gothika" sich mit Halle Berry und "Iron Man" Robert Downey junior fürchten.

"I Don’t Feel at Home in This World Anymore". Nein- nicht ich, auch das ist ein Netflix-Film vom Sundance-Festival. Ein ganz normaler Krimi, erstaunlich. Und Frodo Beutlin, Verzeihung, Elijah Wood spielt mit.

Auch das ist noch immer nicht alles. Etwas Wichtiges vergessen? Dann tragt es in die Kommentar-Spalte nach.

Und Maxdome? Maxdome bringt uns unter anderem "Borat" zurück. Und das finde ich für einen Streaming-Dienst besonders interessant: Maxdome hat ab 26, Februar die Oscars 2017 inklusive "Red Carpet Show". Was macht eigentlich noch das Fernsehen? Der Dschungel ist doch auch schon wieder vorbei?

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