League of Legends: "eSport"-Rechte sind 300 Millionen Dollar wert

Screenshot: riotgames.com

Am Anfang sollte ein langsamer Einstieg für alle stehen, die wie wir noch keine Legenden sind und keine Platzierungen in irgendeiner Liga vorweisen können. Also, es geht um die "League of Legends". Da draußen sind die gewaltigen Universen und Galaxien des Internets, durch die sich bewegende Bilder in unendlicher Menge strömen- und wer auch immer sich mit dem Thema "Netz-TV" beschäftigt, kommt früher oder später nicht an der Liga der Legenden vorbei.

"League of Legends" ist ein "MOBA". Alles klar? Nein? MOBA ist die Abkürzung für "Multiplayer Online Battle Arena". Multiplayer- also es gibt mehrere Spieler. Es ist online. Es gibt eine Auseinandersetzung. Und es gibt eine Arena, die jemand virtuell und online zur Verfügung stellt. Im Falle der "League of Legends" ist das die Firma "Riot Games" im schönen und sonnigen L.A.

Die virtuelle Arena der "League of Legends" kann im Internet jeder kostenlos betreten und dort stets und relativ leicht Mitspieler sowie Gegner finden. Schlimmstenfalls wird man im Spiel hier und da um einen Groschen für Extras gebeten. Im Prinzip aber stehen die "Kluft der Beschwörer" oder "Der gewundene Wald" jedermann offen. Und eine ganze Menge gehen auch rein.

Unglaubliche 100 Millionen machen weltweit mindestens einmal im Monat mit. Und wenn die Besten der Besten gegeneinander antreten, dann ist das "eSports". Da schauen die restlichen Millionen gern begeistert zu. Im Videostream. Oder sogar "real live" in riesigen Stadien und Hallen. Wie bei jedem anderen Spitzensport auch.

In den USA rätseln gerade viele, warum die Einschaltquoten der NFL sinken. "Riot Games" gehört Tencent, einem dieser neuen Chinesischen Drachen. Ist es die "gelbe Gefahr"? Nein, es ist wohl viel einfacher: Wie bei uns in Deutschland ist auch in den USA die "League of Legends" und "eSports"-Begeisterung groß. Im Vergleich zu dem, was da in Asien los ist, ist das aber höchstens ein zurückhaltender Anfang. Und überall wird es immer noch mehr.

Die Zielgruppe "jung/männlich" ist deshalb möglicherweise für die NFL oft schon zu beschäftigt. Vielleicht kommt da aus der "Kluft der Beschwörer" noch ein weiteres Monster auf die TV-Macher zu.

Denn Sportrechte sind teuer. Die Kosten für Profi-Ligen sind hoch. "We are eSports" schreibt Riot Games selbstbewusst auf seine Homepage. "BAMTech" ist ein ganz Großer im Geschäft mit Streaming und Sportrechten. Und BAMTech wird Riot 300 Millionen Dollar für die Rechte der Liga der "League of Legends"-Legenden bezahlen. Damit wird "eSports" zum echten Wettbewerber für das, was wir bisher unter der Rubrik "Sport" so kennen. Egal ob NFL, Fußball oder Olympia.

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