Das Netflix-Rätsel: Gibt es Männer, die "Gilmore Girls" mögen?

Sie sind wieder da: Die Gilmore Girls. Foto: Netflix

Unser Leben ist voller Vorurteile. Zum Beispiel über Männer und Frauen. So hat Netz-TV zum Beispiel in der November-Vorschau ein wenig über die "Gilmore Girls" gelästert. Viel zu viele Worte. Viel zu viel Dialog. Wenig Action. Keine Serie für Männer. Lieber was mit Sylvester Stallone- er verbraucht weniger Worte für eine komplette und glanzvolle Hollywood-Karriere über Jahrzehnte hinweg als die "Gilmore Girls" für nur eine Staffel. Handlung ist besser als Dialog. Das ist doch klar.

Die Gilmore Girls laufen jetzt wieder mit ganz vielen neuen Dialogen für Netflix durch ihre Stadt. Und das gucken bestimmt nur die Mädels. Die Fans des Originals sind nun oft auch schon mindestens 30 Jahre und älter. Das kann also höchstens so mittel für Netflix laufen. Denn wer sein TV-Programm selbstbestimmt streamt, der ist doch bestimmt auch oft irgendwie nerdig- und damit ein Mann.

Zumindest das muss ich langsam bezweifeln. Denn die "Symphonie"-Zahlen sind da. Fast fünf Millionen wollten die Mädels schon in den ersten drei Tagen bei Netflix sehen. Und zwar alle Folgen, im Binge-Watching. Fast sechs Millionen fingen die Serie an.

Nur das "Fuller House" war in diesem Jahr auf Netflix noch "fuller". Und Staffel vier von "OITNB"- na klar. Die Mega-Serie "The Crown" schaffte nicht mal ein Zehntel. Die "Gilmore Girls" sind definitiv wieder da.

Gibt es noch Hoffnung für uns echte Kerle? Na klar. Amazons "The Grand Tour" schaffte für Amazon-Verhältnisse in den USA grandiose fast zwei Millionen. Dreimal so viel wie "The Man in the High Castle", Amazons bisheriges Top-Programm. He he- nicht allen wurde die Fernbedienung weggenommen. Der Zuschauer bleibt ein ewiges Rätsel. Das Leben bleibt voller Vorurteile. Was wissen wie schon.

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