"Chili" aus Italien bringt uns Blockbuster- und hat interessante Besitzer

Screenshot: Chili.tv

Es ist mittlerweile gar nicht mehr so einfach, all die Dienste zu überblicken, die uns Filme und Serien verkaufen wollen. "Chili" ist so einer, der trotz frischem und preisgünstigem Angebot bei den meisten noch unter dem Radar laufen dürfte. Obwohl "Chili" passend zum Namen auch einen "Adult"-Bereich hat.

Chili kommt aus dem schönen Italien und ist mit eigenen weiteren "Ausgaben" für Deutschland, Großbritannien, Österreich und Polen in Europa schon ganz gut aufgestellt. Technisch ist der Service auf der Höhe der Zeit, man bietet das "Know How" sogar anderen im B2B-Geschäft als Dienstleister an. Okay, hinter "Wuaki.tv" zum Beispiel steht Big Internet-Business aus Asien. Aber Chili aus Italien? Wie soll das gehen?

Kein Geringerer als Sony Pictures Entertainment hat nun gerade fünf Prozent Anteile am SVOD-Dienst von Chili erworben, wie die "Broadband TV News" melden. Und hier wird es interessant. Die fünf Prozent waren Sony immerhin drei Millionen Euro wert- für einen Video-Dienst, der noch ganz am Anfang steht. Man erwartet gerade mal zehn Millionen Euro Einnahmen für dieses Jahr.

Und es wird noch interessanter: Viacom ist in diesem Jahr bereits mit gut acht Prozent bei Chili eingestiegen, mit Optionen für noch etwas mehr. Viacom besitzt die "Paramount Pictures". Und ebenso viele Anteile wie Viacom besitzen seit diesem Jahr auch die Warner Bros. Einen weiteren kleinen Anteil hat Tony Miranz. Der ist einer der Gründer von "Vudu". Das ist der SVOD-Dienst des US-Giganten Walmart. Für einen Film-Verkäufer aus Mailand ist das eine sehr interessante Miteigentümer-Struktur.

Darüber hinaus kann man wieder nur spekulieren. Aber das Schicksal der Buchverlage bei Amazon ist auch in Hollywood bekannt. Genauso wie die Argumente, warum Netflix immer mehr auf die Eigenproduktion setzt. Und ebenso die neue Management-Lehre von Content und Distribution in einer Hand.

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