"Dazn" ist in Deutschland erfolgreich- so der Marketing-Chef

Foto: Dazn

"Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd." Otto von Bismarck soll das einst so gesagt haben. Ja, der Reichskanzler. Nein, eine "Gründer- und StartUp-Szene" kannte er nicht. Weil... Na ja, lassen wir das. Und auf den vorliegenden Fall trifft das ganz gewiss auch nicht zu. Warum schreiben wir es dann? Ganz einfach. Man ist sich nie sicher. Auch nicht, dass Bismarck das mal wirklich gesagt hat. Oft gibt es nur Indizien. Beim Streaming fast immer. Und nur mit Indizien lösen die großen Kommissare ja fast jeden Fall.

Dazn, das neue "Netflix des Sports", sei auch in Deutschland ein Riesen-Erfolg. Man habe mehr Nutzer, die nach dem Gratis-Monat als zahlende Abonnenten dranbleiben, als ursprünglich geplant. So Marketing-Chef Benjamin Reininger gegenüber dem Branchenblatt "Horizont". Und da könnte was dran sein. Hier oder da findet sich ein Indiz.

Denn bei keinem anderen neugestarteten Streaming-Abonnement bisher bin ich über so viele Hilfe-Rufe und wütende Kommentare im Netz gestolpert wie in diesem Herbst zum Thema "Dazn". Es gab wohl einige technische Problemchen beim Start. Was bei der Vielfalt der On Demand- wie Live-Angebote von Dazn erst einmal auch ganz normal ist. Und wo sich viele aufregen, da sind auch viele an Bord.

Belastbare Abonnenten- oder Nutzer-Zahlen gibt es aber auch von "Dazn" nicht. Da sind die Streamer sich eben alle ganz ähnlich. Im harten Wettbewerb soll die Konkurrenz nicht mehr erfahren, als dass alles toll ist. Da können wir Benjamin Reininger auch durchaus glauben. Aber wirklich mehr wissen tun wir dann nicht.

Ob das jetzt bedeutet, dass Sky Online trotz Live-Bundesliga mit seinem "Ticket" nach dem Ansturm der Massen bei Dazn nun schon überholt ist. Oder ob sich bei Dazn nur die "Nische" der Baseball- oder NFL-Fans mit den hier wohnenden Anhängern ausländischer Ligen zum Kaffeekränzchen trifft- wir wissen es nicht. Egal. Gut, das es "Dazn" gibt. Denn solche Angebote mit Live-Fußball-Bundesliga kannten wir vorher aus München nicht.

Englischer und spanischer Spitzen-Fußball sind am beliebtesten, so erfahren wir noch. Na ja, und das man das merkwürdige "Dazn" wie "The Zone" ausspricht. Mal sehen. Das lernen wir noch.

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