Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im Dezember

Pacific Rim - Foto: Netflix

Weihnachten muss ein gutes Fernsehprogramm richtig krachen. Ferne Länder, exotische Welten, unglaubliche Abenteuer und nie zuvor gesehene Bilder- so war es doch früher immer, oder? Na ja, jedenfalls nicht so. Sondern bestimmt so wie in "Pacific Rim". Netflix hat den Überraschungs-Blockbuster im Angebot ab dem 21. Dezember. Also gerade rechtzeitig, um Oma zu erschrecken, die man zum Weihnachtsessen von den Inga Lindström-Filmen im ZDF weggeholt hat.

Aber Netflix kann auch etwas ernsthafter. Bei den "Originalen" startet zum Beispiel das "White Rabbit Project"- etwas Ähnliches gab es schon einmal mit den "MythBusters" vom Discovery Channel. Etwas weniger Science, dafür mehr Fiction ist die Serie "Travelers". Menschen aus der Zukunft leben getarnt unter uns, um uns zu beschützen. So ein Quatsch. Seit "Zurück in die Zukunft" weiß jeder, irgend jemand muss die beschützen- vor uns.

Die nächste neue Netflix-Serie heißt "Crazyhead" und wird beschrieben als "Comedy-Horror". Also britisch. Das "Fuller House" öffnet zur zweiten Staffel. "Chelsea" kommt zurück. Da geh ich doch lieber mit "Hannibal" zum Weihnachtsessen in Staffel drei.

Was wäre ein wirklich gutes Weihnachtsprogramm? Vielleicht das hier: "Dirk Gently's Holistic Detective Agency". Ich sag dazu nur: Douglas Adams. Netflix koproduziert da mit BBC America und AMC. Das ist noch lange nicht alles. Netflix ist mittlerweile vielfältig wie nie.

Aus Israel kommt die Serie "Fauda". Es geht, na klar, um die Intifada. Eine Art "Homeland", das beide Seiten betrachtet. Dem Werk geht ein Ruf wie Donnerhall voraus. "Club de Cuervos" ist dagegen Lachen in Serie auf mexikanisch. "I'm sorry for what I said, when I was hungry" mit Gabriel Iglesias und "Reggie Watts Spatial" lacht dagegen nur jeweils einmal.

Was noch fehlt, sind mehr Filme. "Spectral" wird beschrieben als eine Art "Black Hawk Down" mit Geistern. Offiziell ist es ein Film von Netflix und Science Fiction. "Barry" ist auch von Netflix. Es geht um den ganz jungen Obama. Was aus ihm wurde, war aus damaliger Sicht wohl nicht einmal Science, sondern nur Fiction. Ist das eine Weihnachtsgeschichte? Möglicherweise- und hoffentlich nicht.

Wie überall auch, geht zu Weihnachten "Der Hobbit" bei Netflix in "Die Schlacht der fünf Heere". Es gibt "Chroniken von Narnia". "Charlie und die Schokoladenfabrik". Und diverse andere Filme auch.

Zwei Empfehlungen zum Schluss- und eine davon ist sogar deutsch. Nein, nicht "Schimanski". Der prügelt sich für Netflix jetzt auch über die "Tatorte". Nein, wir empfehlen "Vorsicht vor Leuten". Die ARD hat da die "Stromberg"-Macher machen lassen. Vielleicht war irgendein(e) Redakteur(in) gerade nicht da. "For the Love of Spock" ist dokumentarisch. Es lohnt sich. Der Film wurde per Crowdfunding angeschoben. Und die alten und neuen Helden aus Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat- sie sind dabei.

Bei Amazon drehen auch im Dezember die Helden der "Grand Tour" noch weitere Runden. Mit "Good Girls Revolt" aus der "Pilot Season" 2015 startet auch ein weiteres "Original". "Red Oaks" geht mit Staffel zwei weiter. Ein bisschen wenig, denn "Prime" wird ja teurer und dafür wollen wir eigentlich auch mehr sehen. Mehr Serien wie "Bosch" oder "Goliath". Und die letzte Staffel "Downton Abbey" als das ideale Weihnachtsprogramm. Die wird nun wahrscheinlich, wenn überhaupt, wieder erst im Frühjahr zu "Prime".

Statt dessen gibt es ein paar Filme. "Gods of Egypt" und "Fast & Furious 7" sind noch recht frisches Popcorn. "Rampage I-III" sind nicht nur, aber besonders zu Weihnachten, verzichtbar. "Ein Mann namens Ove" ist wunderbar schwedisch. Und "Momo", "E.T.- Der Außerirdische" und "Tatsächlich…Liebe"? Ist Weihnachtsprogramm aus der Konserve, wie überall.

Dann gibt es noch "Vikings", Staffel 5, Teil 2. Und die Wiederholung von schon einmal per Rundfunkbeitrag bezahltem deutschen Fernsehen mit "Ku’damm 56" und "Verbrechen nach Ferdinand von Schirach". Dazu etwas für Kinder. Das wars.

Und insgesamt? Watchever ist so gut wie weg. Maxdome überlegt noch, was sie zeigen. Netflix ist vielfältig und interessant, reißt aber auch nicht vom Hocker. Und Amazon durchgehend schwach. Deshalb die ultimative NetzTV-Empfehlung zu Weihnachten: Wenn Oma sich vom "Pacific Rim" wieder erholt hat- Fernseher aus. Und einfach wieder mal singen? Keine Ahnung. Aber anscheinend macht es doch ziemlich Spaß:

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