Relaunch der ZDF-Mediathek: Alles wird besser ab 28. Oktober

Foto: ZDF

Es ist soweit. Die Mediatheken deutscher Fernsehsender sollen, wie schon vor einiger Zeit angekündigt, endlich "netflixiger" werden. Und beim ZDF geht es jetzt Ende Oktober los. Seit dem Start des Angebotes in der heute bekannten Form im Jahr 2007, so das ZDF, habe sich die Zahl der monatlichen Besuche von ZDF.de und der Mediathek von rund neun Millionen auf 45 Millionen verfünffacht. Mehr als ein Drittel der Besuche erfolge mittlerweile über Smartphones und Tablets- also Geräte, die es so 2007 noch gar nicht gab. Ebenso wenig wie die Smart-TV in der heutigen Form, die allein mit ihrer HbbTV-Funktion aktuell sieben bis neun Prozent aller Besuche ausmachten.

Der Relaunch sei Teil eines umfassenden Veränderungsprozesses, den das ZDF vorantreibe. Nicht nur bei Olympischen Spielen seien "linear" und "nonlinear" angebotene Inhalte für den Sender zwei Seiten ein und derselben Medaille. Auch im Programmalltag würden künftig verstärkt Vorab-Ausstrahlungen oder "Bingewatching"-Pakete in der Mediathek angeboten. Wo ein Format aus dem TV-Hauptprogramm online "keine Sogwirkung in der Mediathek" auslöse, würden sich Formate aus den Digitalkanälen "nach vorne schieben". Die Mediathek verstehe sich so mehr denn je als eigenständig komponiertes Angebot.

Insbesondere "Personalisierung" ist das neue und ganz große Thema. Nicht jeder interessiere sich für alles, deshalb biete die Mediathek nun unter "Mein ZDF" einige Möglichkeiten, das Angebot den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Per Merkliste oder Abonnement könnten die Nutzer über einen "Plus-Button" selbst aktiv werden, darüber hinaus fänden sich in den "persönlichen Empfehlungen" Inhalte, die sich aus der individuellen Nutzung automatisch zusammenstellen. Je aktiver ein User die ZDFmediathek nutze, desto besser könne man ihm dann vorschlagen, was für ihn noch interessant sein könnte.

Auch weiterhin können alle Inhalte ohne Registrierung oder Anmeldung genutzt werden. Selbst die Personalisierungs-Funktionen von "Mein ZDF" arbeiten auch ohne Login - vorausgesetzt, Cookies sind erlaubt. Der Vorteil für registrierte Nutzer mit einem Profil sei es, dass ihnen die Personalisierungs-Funktionen auf allen Geräten, auf denen sie angemeldet sind, gleichermaßen zur Verfügung stünden.

So könnten beispielsweise Beiträge, die man sich auf dem Smartphone gemerkt habe, später über die Merkliste des Smart-TV-Gerätes angesehen werden. Weitere Funktionen, die ein Profil benötigten, seien in Vorbereitung - zum Beispiel die Möglichkeit, ein unterwegs per Smartphone begonnenes Video später zu Hause quasi nahtlos auf einem größeren Bildschirm weiter zu schauen.

Ab 28. Oktober soll das neue Angebot bereitstehen- wir sind gespannt.

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