"Into the Inferno": Der Netflix-Vulkan ist noch aktiv

"Into the Inferno" Foto: Netflix / Professor Clive Oppenheimer

Wow. Netflix hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und sie sind besser als erwartet. Das wird in den nächsten Tagen noch viele Analysten beschäftigen. Denn die Zahlen waren allgemein mit großer Spannung erwartet worden- nur so nicht. Das Inferno aus dem Internet für die klassischen Fernsehsender geht jedenfalls weiter. Und es betrifft nicht mehr nur vor allem die USA.

Denn im Heimatland wächst Netflix, wie schon nach den schwachen letzen Quartalszahlen erwartet, nur noch verhalten. Gut 300.000 Abonnenten kamen in den USA hinzu, ein paar mehr als geplant. Im Ausland dagegen wuchs Netflix mit 3,2 Millionen neuen Kunden eine gute Million schneller als noch vor drei Monaten prognostiziert. Und die Erklärung für den Boom birgt weiteren Sprengstoff. Die Begeisterung über die neuesten Netflix-Serien sei es, die das Wachstum der Abonnenten so antreibe. Mit "Stranger Things" habe man den "Blockbuster des Sommers" geliefert. Und auch die neue Staffel der "Narcos" begeistere die Zuschauer weltweit.

Für uns Fernsehfreaks ist dieses Ergebnis jedenfalls eine großartige Nachricht. Denn eine Übernahme von Netflix, durch wen auch immer, ist seit heute wieder ein gutes Stück teurer und damit unwahrscheinlicher geworden. Und Netflix selbst sieht seine Strategie der Eigenproduktionen bestätigt. Noch mehr Geld soll in neue Serien und Filme fließen, so wurde es schon angekündigt. Die große und globale Netflix-Story ist weiter intakt.

Kein geringerer als Werner Herzog hat gerade eine Dokumentation zum Thema Vulkane bei Netflix abgeliefert. Sogar in Nordkorea hat er dafür mit dem Vulkanologen Clive Oppenheimer gedreht. "Into the Inferno" heißt das Werk im englischen Original. Liebe Konkurrenten: Schaut es euch an.

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