Apple TV kann jetzt twittern. Und hat eine App- ohne Netflix.

Foto: Apple

"Wir glauben, die Zukunft des Fernsehens sind Apps." Zum gefühlt tausendsten Mal hat Apple-CEO Tim Cook das Apfel-Mantra aus Cupertino zur TV-Zukunft heute zum "Event" wiederholt. Ja und ?! So möchte man dringend zurückfragen. Gut möglich, dass er da Recht hat. Aber aus welchem Grund sollten es iTunes-Apps sein?

Mit Apple-Bashing kann man derzeit leicht punkten. Die aktuellen Quartalszahlen waren erneut enttäuschend. "Haben Sie eigentlich eine Zukunftsstrategie?" Solche Fragen muss sich ein Apple-CEO (!) mittlerweile von Analysten gefallen lassen. Netz-TV schwimmt nie mit dem Trend. Was heute Abend zum Thema TV von Apple zu sehen war, ergibt Sinn. Auch wenn es noch äußerst unfertig ist.

Ein weiteres Mal war nichts zu hören zu krassen technischen Defiziten wie beim Thema UHD. Dass Twitter jetzt beim Anschauen von Apple-TV mitlaufen kann, ist schön- aber bestimmt nicht für einen Kauf entscheidend. Was von heute Abend bleibt, ist die App.

Nein, keine Apple-TV-App, sondern eine "TV"-App. Und zwar übergreifend, für Apple-TV wie für iPhone und iPad auch. Da laufen jetzt Fernsehprogramme und der ganze Video on Demand-Kram sehr schön integriert. Und mit "Siri" kann man das unüberschaubare Angebot prima steuern und auch durchsuchen.

Es ist halt nur noch nicht fertig. Netflix zum Beispiel verweigert das Mitmachen. Aber die App könnte tatsächlich ein "Apple TV" mit einer Zukunft sein. Vielleicht hat Apple ja die Studien registriert, dass auch beim TV aus dem Internet der Fernseher zunehmend das Gerät der Zuschauer-Wahl ist.

Um diese App könnte man das zukünftige Apple-TV ganz leicht herumbauen. Als Fernsehgerät zum Beispiel- egal ob edel und teuer von Apple selbst wie die neu vorgestellten MacBooks oder mit Partnern auf Suche nach einem Betriebssystem für ihren Smart-TV.

Partner auf Augenhöhe- das muss Apple auf diesem Weg wohl noch lernen. Und die Verfolger-Rolle wohl auch.

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