Neues zu Abrufzahlen bei Netflix: The Get Down für "The Get Down"

Foto: Netflix

"Empire" ist auf dem US-Serienmarkt eine richtig große Nummer. Deshalb konnte man es bei ProSieben im vorigen Jahr gar nicht so recht fassen, als der Import auf dem deutschen Markt floppte. Obwohl eigentlich bekannt ist, dass der US-Rassenkonflikt genauso wie auch Hip Hop in Deutschland ein wesentlich kleineres Thema sind. "Zu amerikanisch" urteilt die beste Frau von allen über manche Serien. Und dann können Darsteller, Drehbuchschreiber oder Regisseure wahre Wunder zaubern- es hilft nichts. Das Thema ist abgehakt.

"Zu amerikanisch" wäre wohl auch ihr Urteil über "The Get Down", die bisher teuerste Netflix-Serie überhaupt. Lustig ist nur, dass die Amerikaner selbst anscheinend diese Meinung auch teilen. Aus den USA gibt es wieder neue Abrufzahlen von "Symphonie" für Netflix. Und die sehen für das Mega-Projekt "The Get Down" gar nicht gut aus.

Schlappe 120 Millionen US-Dollar sollen die ersten zehn Folgen der "bahnbrechende Serienneuheit über das Aufkommen einer legendären neuen Musikform im New York des Jahres 1977" von Produzent Baz Luhrmann gekostet haben. 3,2 Millionen US-Amerikaner zwischen 18 und 49 Jahren wollten in den ersten 31 Tagen nach der Veröffentlichung den Aufstieg des Hip-Hops und die letzten Tage der Disco-Bewegung in der South Bronx sehen.

Die Staffel vier von “Orange Is The New Black” schaffte zum Vergleich nach Meinung von Symphony 15,56 Millionen. "Fuller House" sahen 15,23 und "Stranger Things", den Netflix-Überraschungs-Hit des Sommers, immerhin noch 13,23 Millionen. Und alle diese Produktionen waren deutlich preiswerter.

Und ich wage mal die Prognose: Außerhalb der USA wird es nicht besser sein. Also: Klasse allein hilft nicht. Die Leute müssen das Thema mögen.

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