YouTube Gaming ist da. Schwere Zeiten für Twitch?

Screenshot: YouTube Gaming

In Köln ist gerade "gamescom". Bei "Rocket Beans TV" kann man die dort laufenden "Gaming Talk Shows" live verfolgen. Auf twitch.tv. Und natürlich auch direkt auf der Homepage. Da ist der Livestream von Amazons Gamer-Plattform eingebunden. Vielleicht bald nicht mehr. YouTube Gaming ist da.

"Wir haben viel in unsere Livestreaming-Technologie und -Features investiert, was Rocket Beans TV, den größten Gaming-Streaming-Kanal in Deutschland, davon überzeugt hat, ab dem 1. September auf YouTube live zu streamen." Das streamen bei Twitch werden die Raketen-Bohnen wohl dennoch sicher nicht einstellen.

"Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich" meinte YouTube beim US-Start seiner separaten Plattform für Spieler noch vor einem Jahr. Nun geht es irgendwie doch, obwohl sich an der unübersichtlichen Rechtslage eigentlich nichts geändert hat. Amazons "twitch.tv" streamt schließlich schon lange und wurde trotzdem bisher nicht verhaftet.

Die Landesmedienanstalten haben ihre alberne "Checkliste für die Veranstalter von Web-TV" immer noch tapfer online. Ob YouTube Gaming eine "Lizenz" beantragt hat? Keine Ahnung. Ist auch egal. Einfach machen ist wahrscheinlich die beste Option gegen den Unsinn.

Mit dem Start der neuen Plattform ist jetzt jedenfalls auch in Deutschland die Schlacht zwischen Googles Plattform YouTube und Amazons Twitch voll eröffnet. "Bei YouTube Gaming geht es um Lieblingsspiele und -spieler", informiert uns YouTube, und "hier findet man mehr Gaming-Inhalte als irgendwo sonst im Netz". Das erste ist auf jeden Fall richtig. Das zweite stimmte bisher nicht unbedingt, zumindest beim für die Gamer entscheidenden Inhalt "live".

Es wird spannend sein, zu sehen, wo die "Lieblingsspieler" in Zukunft bevorzugt auflaufen. Gronkh zum Beispiel. Und die vielen anderen- "auf dem Laufenden zu bleiben" mag, wie angegeben, bei YouTube Gaming einfach sein- in der Gamer-Szene insgesamt allerdings gewiss nicht. Auf jeden Fall erscheint mir aber Googles Plattform aktuell attraktiver. Wer einen eigenen Livestream startet, kommt in den "Live-Control-Room" von YouTube Live - da muss Twitch im Vergleich nun doch einmal etwas investieren.

Also dann- Feuer frei. Auch einen "VIP-Status" wird sich der Zuschauer bei YouTube Gaming bald kaufen und so mit Euros seine Lieblingskanäle "supporten" können.

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