Immer noch "geil": "Sharktopus vs. Pteracuda" und "SchleFaZ" bei Tele 5

Foto: © TELE 5

Wenn Oliver Kalkofe die Fangemeinde fröhlich aus dem Urlaub auf Kreta grüßt und die Hanse-Merkur Versicherung per Twitter informiert "unsere Idee einer Leuchtturmschutzversicherung verwerfen wir aus aktuellem Anlass wieder"- dann ist "SchleFaZ"-Abend auf Tele 5.

Ja, der "SchleFaZ". Gestern Abend gab es dort das wegweisende Filmkunstwerk "Sharktopus vs. Pteracuda" zu sehen und -Olympiade hin oder her- zumindest die "Second Screen"-Fangemeinde auf Twitter oder Facebook hatte sich trotz aller Warnungen wieder komplett unter dem Hashtag #SchleFaZ versammelt.

Seit drei Jahren geht das nun schon so und Netz-TV hatte wie (fast) immer Recht: Kalkofe, Rütten und die furchtbaren Filme sind im Zusammenspiel mit der "Social TV"-Community nach wie vor "leider geil". Sogar bei den Quoten kann sich Tele 5 nun über "SchleFaZ"- Erfolge freuen. Aber der Wert der Veranstaltung für das Image des Senders dürfte mittlerweile weit höher sein.

"Sollte dies kein Witz sein, dann war das traurig. Die am Computer generierten Bilder waren furchtbar. Das Drehbuch war schrecklich. Nach einer Stunde zuschauen war eine Delle in der Wand, da wo mein Kopf davor schlug ... Ich will meine zwei Stunden zurück." So eine Kritik des gestrigen "SchleFaZ" bei der IMDb.

"Sharktopus vs. Pteracuda" ist eine Produktion der einschlägig berüchtigten Firma "New Horizons Picture" für den US-"SyFy"-Channel- ja, der, der auch "Sharknado" verbrochen hat. In der Tele 5-Beschreibung liest sich das dann so: "Heute erwartet die Zuschauer 'eine bitterböse B-Movie-Beleidigung besonders Brägen-betäubender Blödheit'! Und wenn auch Sie sich fragen, wie ein 'Sharktopus' aussieht, erklärt der Olli das sehr gut: 'Eine Kreuzung aus Haifisch und Oktopus. Ganz normal. Oben Zähne, untenrum so zappelige Schlabberteile.' Und ein 'Pteracuda'? 'Eine Kreuzung aus dem kauzigen Kurzschwanzflugsaurier Pterodactylus und dem auch als Pfeilhecht bekannten Raubfisch Barrakuda aus der Gruppe der Barsche.' Klar! Und dazu gibt es auch noch eine Top-Story- versprochen!"

Und zusammen mit den sonstigen Kommentaren von Oliver Kalkofe und Peter Rütten sowie der "Social TV"-Fangemeinde haben sie es gestern Abend wieder mal geschafft, mich bis zum bitteren Ende dabei zu halten. Was soll ich sagen- "leider geil".

Und das Malträtieren unserer Sinne hat sich gelohnt, zumindest für "Olli und Peter". Ihr Schaffen wurde bislang schon mit fünf Preisen belohnt, dem "Annual-Multimedia-Award" in Gold in der Kategorie Social Media, dem "ddp-Award" in den Kategorien Medien und Social Media, sowie dem "Quotenmeter-Fernsehpreis" als beste Comedy und dem "kulturnewsAward" in der Kategorie Entertainment. "Traurigerweise gab es für die meisten gewonnenen Preise noch nicht mal eine Trophäe", so Oliver Kalkofe. "Ich musste mir selber bei Mr. Minit Schilder aus Hartplastik machen lassen".

Ist "SchleFaZen" eigentlich schädlich? Kalkofe meint dazu: "Schlechte Filme in einer derart hohen Konzentration greifen die Psyche an und schwächen das intellektuelle Immunsystem, wir rechnen mit schwerwiegenden mentalen Langzeitschäden. Aber einer muss die Scheiße ja schauen, wir können die Zuschauer den ganzen Schund ja wohl schlecht alleine sehen lassen!" Und Peter Rütten: "Das Leben an sich schlägt ja auf die Gesundheit. Und einen SchleFaZ zu bearbeiten, ist wie der Ritt auf einem wilden, geisteskranken Kamel - man wird hin und hergeschaukelt, der Schritt brennt, die Augen tränen, man übergibt sich hilflos - aber wenn es vorbei ist, fühlt man sich körperlich und geistig wie runderneuert. Quasi unbesiegbar."

Genau so ist es. Besser kann man es nicht beschreiben. Und dann bin ich ins Bett- trotz Olympia. Wer es nachempfinden will: "Sharktopus vs. Pteracuda" gibt es noch ein paar Tage lang online bei schlefaz.de. Die "4. Staffel SchleFaZ" läuft mit weiteren absolut unglaublichen  Perlen bis 30. September immer Freitags auf Tele 5.

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